1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... habe diese durchgezogen.
    
    "Aber ich habe, ohne zu zögern, in Kauf genommen, dass Menschen sterben, viele Menschen sogar."
    
    Er legt den Arm um mich und zieht mich zu sich. Ich lasse es widerstandslos geschehen und lege meinen Kopf auf seine Schulter, dankbar für seine Nähe.
    
    "Du warst im Krieg. Da ist manches anders", meint er tröstend. "Außerdem zeigt mir der Umstand, dass du es erwähnst, dass es doch nicht so spurlos an dir vorüber gegangen ist. Du bist kein Eisblock."
    
    "So habe ich das noch nie gesehen."
    
    "Du musstest funktionieren und das hast du. Dabei hast du deine Gefühle zurückgedrängt, aber nicht ausgeschaltet. Du bist ein mitfühlender Mensch und ja, ich liebe dich auch."
    
    Als er dies sagt, hebe ich überrascht meinen Kopf und schaue ihn an. Ich fixiere seine Augen und sehe darin unglaublich viel Wärme und Nähe. Wie ferngesteuert, aus einem inneren Bedürfnis heraus, bewegen sich meine Lippen auf seine zu. Auch er bleibt nicht untätig und kommt mir entgegen.
    
    Als sich unsere Lippen begegnen und aneinander festsaugen, ist es das schönste Gefühl, das ich je erlebt habe. Ich lasse mich bereitwillig auf den Kuss ein, der sehr zaghaft beginnt. Sam aber wird zunehmend fordernder und verlangt auch Einlass mit seiner Zunge, den ich ihm bereitwillig gewähre.
    
    Die Welt um uns herum verschwimmt, mir ist egal, wo wir sind. Es gibt nur noch Sam und mich. Vorsichtig streicht eine seiner Hände über meinen Rücken, meine hingegen liegt auf seiner Brust.
    
    Erst nach ...
    ... einer ewig langen Zeit lösen wir uns voneinander. Der Duft von gebratenem Fisch steigt uns in die Nase und das Knurren unsere Mägen ist auch kaum noch zu überhören.
    
    "Wir sollten zunächst essen", meint Sam.
    
    "Der Hunger siegt?", grinse ich.
    
    "Beides ist Hunger", kichert er. "Hunger nach Nahrung und Hunger nach dir!"
    
    Wir machen uns über den Fisch her. Er schmeckt köstlich und wir genießen ihn. Dabei schauen wir uns ständig an und lächeln ein wenig dümmlich. Ein Außenstehender würde kaum glauben, dass wir zwei erwachsene Menschen und keine Teenager mehr sind.
    
    Wir waschen unsere fettigen Finger im Fluss ab und kehren zur Feuerstelle zurück. Sam scheint etwas unsicher zu sein.
    
    "Wir können die Schlafsäcke zusammenhängen, dann ist es, wie ein Doppelbett", schlage ich vor.
    
    "Bist du dir sicher?"
    
    "Ich habe ein Modell ausgewählt, von dem ich weiß, dass man das machen kann", grinse ich.
    
    "Du hattest schon immer vor, dass wir die Schlafsäcke zusammenhängen?"
    
    "Es war nicht geplant, aber ich wollte mir diese Möglichkeit offen lassen. Ich habe auf meine Gefühle gehört."
    
    "Das hast du gut gemacht", grinst er.
    
    Wir kontrollieren noch einmal das Feuer und beschließen, es einfach niederbrennen zu lassen. Da wir die Feuerstelle mit Steinen ausgelegt haben, besteht keine Gefahr, dass etwas passieren könnte.
    
    Wir bereiten die Schlafsäcke vor und beginnen uns auszuziehen. Ich lasse nur noch mein Höschen an und schlüpfe hinein. Belustigt beobachte ich, wie sich auch Sam ...
«12...110111112...164»