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Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1
Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch
... gerichtet. Meine Überlegungen sind, wie weggewischt. Das Geräusch, das mir verdächtig erscheint und bei mir alle Alarmglocken schrillen lässt, kommt genau aus der Richtung, in die Sam gegangen ist. Alarmiert springe ich auf und laufe in die Richtung, als ich erneut ein tiefes Brummen höre. Diesmal ist es lauter und bedrohlicher. Ich laufe noch schneller. Etwas stimmt da nicht! Bereits wenige Schritte weiter sehe ich Sam vor mir. Er scheint, wie erstarrt zu sein. Er bewegt sich keinen Millimeter und schaut gebannt in eine Richtung. Als ich seinen Augen folge, erkenne ich zwischen zwei Bäumen einen Bären. Es muss ein Grizzly sein. Er steht aufrecht auf den Hinterbeinen und brüllt noch einmal bedrohlich. Seine Augen sind starr auf Sam gerichtet. "Weg da, du Bestie!", brülle ich. Ich hoffe, den Bären damit in die Flucht schlagen zu können oder ihn zumindest abzulenken, aber das Vieh nimmt von mir nicht einmal Notiz. Sam hingegen hat die Hosen gestrichen voll. Langsam gehe ich auf ihn zu, halte dabei aber den Bären ständig im Auge. Im Gehen hole ich das lange Messer aus dem Stiefel und halte es in meiner rechten Hand, wobei ich den Arm gerade nach unten hängen lasse. Ich will im Moment noch nicht bedrohlich wirken. Auch der Bär rührt sich nicht von der Stelle. Er brüllt noch einmal und bliebt in seiner aufrechten Haltung. Nur einmal schient er das Gleichgewicht etwas zu verlieren, lässt sich deshalb kurz auf seine Vorderbeine nieder, stellt sich dann aber sofort ...
... wieder aufrecht hin. Ich kann sehen, er will so bedrohlich wirken, wie nur möglich. "Geh langsam rückwärts und versuche, dich gleichzeitig immer etwas kleiner werden zu lassen. Aufrecht sieht der Bär in dir eine Gefahr", weise ich Sam an. "In mir? Lächerlich!", meint er. Sam setzt dann aber vorsichtig einen Fuß zurück und verlagert nur sehr langsam sein Gewicht. Er ist vorsichtig, weil er Angst hat. Der Bär verfolgt seine Bewegung genau, reagiert aber nicht. Ich habe bereits die Hoffnung, dass wir uns vorsichtig aus der Situation befreien können, ohne dass etwas passiert, werde aber wenig später enttäuscht. Schon bei der nächsten Bewegung brüllt der Bär bedrohlich und Sam macht sich automatisch etwas kleiner. Doch auch das scheint das Tier nicht zu besänftigen. Als Sam kurz innehält und dann erneut einen Schritt rückwärts unternimmt, eskaliert die Lage. Der Bär geht nieder und läuft auf Sam zu. Dicht vor ihm stellt er sich erneut auf. Er will angreifen, das ist offensichtlich. "Scheiße!", meint Sam. "Weg da!", brülle ich. Ich mache die drei Schritte vor, stelle mir neben Sam und gebe ihm einen Stoß, dass er zur Seite torkelt. Ich stelle mich dicht vor den Bären hin und ramme ihm das Messer in die Brust. Ich ziele auf das Herz und stoße mit aller Kraft, die ich aufbringen kann, zu. Dann springe auch ich sofort zur Seite und ziehe Sam noch etwas weiter mit mir mit. Ich habe zwar gehört, dass man einen Bären töten kann, wenn man ihm das Messer in die ...