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Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1
Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch
... Fleisch?" "Ja, können wir das überhaupt Essen?" "Es ist noch ein relativ junges Tier. Ich denke einige Teile schmecken lecker." "Du willst dem Vieh das Fell über die Ohren ziehen?" "Ich lasse doch ein Bärenfell nicht zurück. Stell dir vor, wir liegen irgendwann darauf, vor einem Kamin mit einem Glas Rotwein in der Hand." "Nackt und ich ficke dich", überlegt er weiter. "Ich sehe, du kannst dir das schon ganz gut vorstellen", grinse ich. Kapitel 26 Bepackt mit dem Rucksack, auf den ich zusätzlich auch noch das Bärenfell gebunden habe, erreichen wir einen halben Tag früher als geplant den See, an dem wir abgeholt werden. Die Tage nach unserem Zusammentreffen mit dem Bären sind ohne größere Aufregungen verlaufen. Das war mir ehrlich gesagt auch lieber so. Dafür hatten wir mehr Zeit für uns. Die Fahrt auf dem Fluss war stellenweise anspruchsvoll, da wir einige Stellen bewältigen mussten, an denen das Gefälle groß und die Steine viele waren. Sam hat sich auch dort inzwischen sehr geschickt durchgeschlängelt und ich bin mit seinen Fortschritten sehr zufrieden. Es gab auch längere Abschnitte, an denen der Fluss ruhiger und damit auch die Fahrt entspannter war. Ich habe die Tage und das Alleinsein mit Sam in vollen Zügen genossen. Wir konnten dank der Routine, die Sam sich in den Tagen angeeignet hat, einige schnellere Passagen in deutlich kürzerer Zeit zurücklegen, als ich ursprünglich eingeplant hatte. Ich war eben vorsichtig in meiner Schätzung ...
... gewesen. Der letzte Flussabschnitt vor dem See verläuft nur noch sanft und wir lassen uns treiben, indem wir nebeneinander herfahren und uns zweitweise sogar bei der Hand halten. Wir plaudern über belanglose Dinge, erzählen uns Geschichten aus unserer Kindheit und ich erfahre dabei, dass der Herr Außenminister in seiner Zeit am College zwar sehr sportlich, aber auch ein ausgesprochener Weiberheld war. Er war im Footballteam, ein hübscher Junge und damit bei den Damen sehr begehrt. Er hat sogar behauptet, am Anfang der Studienzeit schüchtern gewesen zu sein. Ich kann mir das zwar nicht vorstellen, aber ich nehme an, dass ihn das Überangebot an Frauen im Laufe der Zeit selbstbewusster gemacht hat. Als wir in den See hineinfahren, juchzen wir laut und vergnügt. Es ist Mittag und wir werden erst am nächsten Tag im Laufe des Vormittags abgeholt. So zumindest der Plan. Deshalb steuern wir jenen Abschnitt des Seeufers an, der etwas abgelegen ist. Als ich darauf zufahre, zögert Sam. "Ich denke, der Hubschrauber landet dort drüben", meint er. Dabei zeigt er in die entgegengesetzte Richtung. Dort befindet sich eine größere und vor allem trockene Wiese. Dort ist ein Landen problemlos zu bewältigen, da hat er durchaus recht. "Ja eben", antworte ich kurz und knapp. "Ana, was hast du vor?" "Dort drüben landet der Hubschrauber. Ich aber möchte bis dahin noch meine Ruhe haben." "Ah, ich verstehe, du suchst ein lauschiges Plätzchen." "Genau, weil es sich nicht ...