1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... zugesprochen und was ist das Ergebnis? Er hat erneut angegriffen. Er wird nie genug haben, nicht bis er alles hat."
    
    "Wäre es so schlimm, wenn die Ukraine wieder zu Russland gehören würde?"
    
    "Sie würden für den Weltfrieden jedem Aggressor dieser Welt Land schenken?"
    
    "Das nicht?"
    
    "Aber die Ukraine? Wo bleibt der Glaube an Freiheit der Völker, an das Recht zur Selbstbestimmung? Das ist in unserer Welt eh schon ein sehr hohes Ziel, das viele Länder bis heute nicht erreicht haben."
    
    "Sie glauben also, Popov würde nie Ruhe geben?"
    
    "Ihm schwebt die alte Sowjetrepublik vor und wenn er dieses Ziel erreicht hat, so frage ich mich, wird er dann zufrieden sein?"
    
    "Sie halten ihn für einen Machtmenschen?"
    
    "Sie nicht?"
    
    Wir plaudern noch eine ganze Weile. Dabei wollen die Reporter einiges über mein Leben wissen, wie ich aufgewachsen bin, wie ich zum Geheimdienst kam und wie ich nach Amerika gekommen bin.
    
    Sam erzählt, wie ich ihm das Leben am Wasserfall gerettet und den Grizzly mit bloßen Händen und einem Messer getötet habe. Erst jetzt fällt mir auf, wie spannend er erzählen kann. Dementsprechend hängen die Reporter auch an seinen Lippen.
    
    "Mit einem Messer? Ganz allein?", will Susan wissen.
    
    "Ich hatte versprochen, auf den Außenminister aufzupassen. Wäre nicht gut gekommen, wenn er in meiner Begleitung von einem Bären zerfleischt worden wäre."
    
    "Du hast es also nur wegen deiner Reputation gemacht?", grinst Sam.
    
    "Was sonst?", necke ich ihn. Ich ...
    ... gebe ihm aber einen Kuss, um zu zeigen, dass die Sache nicht so gemeint ist.
    
    Es wird ganz schön spät, bis wir in die Botschaft zurückkehren. Schon am Eingang kommt uns ein Sekretär entgegen und informiert uns, dass morgen um 10 Uhr ein Treffen mit Popov geplant sei. Wir sagen zu.
    
    Kapitel 32
    
    "Das Plaudern mit den Journalisten hat Spaß gemacht", meint Sam.
    
    Wir sind im Bad und bereiten uns vor, zu Bett zu gehen. Ich habe den Mund noch voller Zahnpasta und Schaum, weshalb ich nicht sofort antworten kann.
    
    "Das solltest du öfters machen. Dann lieben sie dich."
    
    "Und wenn es unangenehm wird? Wenn ich etwas nicht sagen kann?"
    
    "Dann sag ganz offen, dass du Gründe dafür hast, dass du es noch nicht sagen kannst."
    
    "So einfach?"
    
    "Wer will, der versteht das, weil er weiß, du würdest es sagen, wenn du könntest. Durch die Ehrlichkeit baust du Vertrauen auf. Wenn jemand das trotz allem nicht verstehen will, dann ist ihm sowieso nicht mehr zu helfen. Der würde dich so oder so zerlegen."
    
    "Da könntest du auch wieder recht haben."
    
    "Habe ich doch immer", grinste ich breit. Doch Sam wird ernst.
    
    "Deutlich schwieriger wird es vermutlich morgen mit Popov", meint er. Ich muss laut loslachen.
    
    "Was ist daran so lustig?"
    
    "Wenn ich Popov höre, muss ich immer an ein bestimmtes Körperteil denken", lache ich.
    
    "An was? An den Po?"
    
    "An den Arsch!"
    
    Wir prusten beide los und gehen zurück ins Schlafzimmer. Wir sind nackt und Sam gibt mir einen Klaps auf den ...
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