1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... Polizeieskorte fahren wir durch die Straßen Moskaus. Je weiter wir vom Kreml wegkommen, umso ruhiger werde ich. So viel Zeit ist noch nicht vergangen. Wir werden es schaffen.
    
    Kapitel 34
    
    Etwa zwei Stunden nach der Aktivierung des Peilsenders hält unsere Wagenkolonne in direkter Nähe unseres Flugzeuges. Wir steigen aus und gehen die Gangway hinauf. Oben erwartet uns eine Beamtin des Secret Service.
    
    "Wir können in ein paar Minuten zur Startbahn rollen", meint sie.
    
    "Danke!", antworte ich. "Das ist gut!"
    
    "Was ist los mit dir?", will Sam wissen.
    
    "Ich erzähle dir alles, wenn wir in der Luft sind. Ich will nur noch weg."
    
    Sam schaut mich besorgt an, sagt aber nichts weiter. Er weiß, dass ich ihm alles erzählen werde, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Er hat großes Vertrauen in mich.
    
    Als wir in den Wohnbereich der Maschine kommen, spüre ich, dass sie anrollt. Wir setzen uns hin und zum ersten Mal seit wir beim Kreml vorgefahren sind, kann ich ein wenig entspannen, endlich wieder frei atmen.
    
    Sam neben mir, schaut mich zwar besorgt an und drückt meine Hand, er sagt aber immer noch nichts. Ich schließe aus den Geräuschen und Bewegungen, dass wir soeben auf die Startbahn rollen.
    
    "Ich erzähle dir gleich alles. Lass uns nur vorher abheben", bitte ich ihn.
    
    "Lass dir Zeit", antwortet er.
    
    Ich gehe davon aus, dass er meint, ich bräuchte noch etwas Zeit. Dabei will ich nur sicher gehen, dass wir weg sind. Ich will nicht mehr auf russischem Territorium sein, ...
    ... wenn die Raketen einschlagen.
    
    Die Motoren heulen auf und das Flugzeug rollt an, beschleunigt und wenig später sehe ich durch die Fenster, dass wir in der Luft sind. Wir haben russischen Boden verlassen.
    
    "Was ist los?", will nun Sam wissen.
    
    "Einen Moment", bitte ich.
    
    Obwohl mich Sam etwas überrascht anschaut, winke ich einen Beamten des Secret Service zu mir, der gerade zur Tür hereinkommt.
    
    "Warum mussten wir Moskau so überstürzt verlassen?", will er wissen.
    
    "Später erkläre ich es", sage ich zu Sam. Dann wende ich mich dem Beamten zu. "Informieren sie bitte den Piloten, dass er den russischen Luftraum so schnell wie möglich verlassen soll und so hoch fliegen, wie nur möglich. In etwa einer halben Stunde werden Raketen in Moskau einschlagen."
    
    "Was werden?", kommt es gleichzeitig von Sam und dem Beamten.
    
    "Raketen werden den Kreml zerstören", sage ich ganz ruhig.
    
    "Das ist nicht dein Ernst!", meint Sam.
    
    "Wir haben nichts damit zu tun", grinse ich. "Wir sind ja schon weg."
    
    "Bist du dir sicher?"
    
    "Sie werden zwar vermuten, dass ich etwas damit zu tun haben könnte, aber Beweise dafür werden sie niemals finden."
    
    "Dann ist ja gut. Es wäre gegen alle Gepflogenheiten der Diplomatie."
    
    "Die beherrscht Popov auch nicht", stelle ich klar.
    
    Der Beamte des Secret Service schaut Sam fragend an, macht sich dann aber auf den Weg zum Piloten, als der Außenminister zustimmend nickt.
    
    "Was ist geschehen?", will nun Sam wissen.
    
    "Popov wollte ja mit mir ...