1. Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch

    ... unter vier Augen sprechen", beginne ich.
    
    "Ja, da war ich noch dabei,"
    
    "Er hat in meiner Gegenwart einer Sekretärin auf den Hintern gefasst und ich habe ihn als Schwein bezeichnet. Das hat ihn geärgert", grinse ich.
    
    "Das glaube ich."
    
    "Er hat die Frau weggeschickt und mich gleich am Hals gepackt und gegen die Wand gedrückt."
    
    "Was?!"
    
    "Ich sage ja, er kennt die diplomatischen Gepflogenheiten auch nicht oder ignoriert sie bewusst", sage ich. "Er hat mir aber auch zwischen die Beine gefasst und mir gedroht, mich jagen zu lassen. Er würde mich wie eine Hure behandeln, weil ich auch eine sei, hat er gemeint."
    
    "So ein Schwein!", empört sich Sam.
    
    "Habe ich schon gesagt", grinse ich. "Auf jeden Fall habe ich ihm daraufhin mein Knie zwischen die Beine gerammt."
    
    "Hast du getroffen?"
    
    "Und wie!", lache ich. "Er ist zu Boden gegangen und hat nicht einen Ton mehr herausgebracht. Er hat nur noch nach Luft gejapst."
    
    "Das kann ich mir vorstellen."
    
    "Ich hatte noch einen Peilsender. Den habe ich aktiviert und ihm in den Anzug gesteckt."
    
    "Wie funktionieren diese Peilsender?"
    
    "Drei Stunden nach Aktivierung kommen unsere Raketen."
    
    "Die fangen die Russen doch ab. Der Kreml ist so gut geschützt, wie sonst nichts in Russland."
    
    "Das ist mir schon klar. Aber die kleinen Dinger sind echt fies. Sie ziehen nicht nur ukrainische Raketen an, sie leiten auch die russischen um. Wenn die Flugabwehr Raketen aufsteigen lässt, um die ukrainischen Raketen abzuschießen, ...
    ... werden diese umgeleitet und richten sich auf das gleiche Ziel."
    
    "Das heißt?"
    
    "Dort, wo sich der Peilsender befindet, schlagen nicht nur die ukrainischen Raketen ein, sondern auch die eigenen. Das wird ein Inferno."
    
    "Du heilige Scheiße!", meint Sam.
    
    "Ich konnte nicht anders."
    
    "Hoffen wir, dass alles gut geht!", antwortet Sam.
    
    Wir lassen und einen Drink bringen. Ich muss meine Nerven trotz allem noch etwas beruhigen. Man wird nicht jeden Tag vom russischen Präsidenten bedroht und macht ihn dann zur Zielscheibe.
    
    Plötzlich geht ein leichter Ruck durch das Flugzeug. Alle schauen überrascht. Nur ich und Sam bleiben gelassen.
    
    Kapitel 35
    
    Wir landen in Washington. Erneut werden wir von einer Wagenkolonne erwartet, um zu Sams Wohnung gebracht zu werden. Noch bevor wir losfahren können, klingelt das Telefon. Sam hebt ab.
    
    "Ja? ... Herr Präsident, was gibt es? ... Was? ... Nein! ... Das gibt es doch nicht. Wir haben noch vor wenigen Stunden mit ihm gesprochen ... jemand von uns wird zur Beerdigung müssen, wenn es soweit ist ... ich soll das übernehmen? ..., wenn sie das so wünschen. ... Ja, Herr Präsident ... Anastasia wird mich natürlich begleiten, als meine Freundin ... Wir hören uns, schönen Abend."
    
    "Was ist los?"
    
    "Popov ist tot."
    
    "Oh, das überrascht mich", antworte ich gespielt bedauernd. Ich kann mir ein Grinsen aber nicht verkneifen.
    
    "Du bist ein kleines Luder", grinst nun auch er.
    
    "Nur ein kleines?", frage ich gespielt enttäuscht.
    
    Sam ...