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Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1
Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch
... Schreibtisch und kommt an die Theke. Sie mustert mich eingehend. "Du bist Anastasia?" "Ja, die bin ich." "Die Chefin erwartet dich schon seit zwei Tagen." "Die Reise hat etwas länger gedauert, als gedacht", antworte ich, ohne Details zu nennen. "Schon gut, das musst du ihr erklären." Ich warte, bis die Frau das Telefon genommen und mich angemeldet hat. Dabei lässt sie mich keinen Moment aus den Augen. Ich hingegen versuche mich so normal wie möglich zu benehmen. Ich weiß, dass Ekaterina zu uns gehört, wer aber in der Agentur noch alles Teil unserer Organisation ist, weiß ich nicht und gebe mich deshalb bedeckt. Es ist immer besser, vorsichtig zu sein. "Frau Solenkova erwartet dich. Den Gang hinunter und letzte Tür rechts", meint die Frau. Ohne auf eine Reaktion meinerseits zu warten, begibt sie sich wieder an ihren Schreibtisch und lässt mich damit, mir selbst überlassen. Ich nehme das nicht besonders ernst und mache mich auf den Weg. Am Ende des Ganges klopfe ich gegen die Tür rechts und als ich ein "Herein" höre, öffne ich sie. Vor mir tut sich ein großes Büro auf. Es ist völlig in Weiß gehalten. Die Wände und die Möbel sind alle in derselben Farbe. Irgendwie wirkte alles sehr unschuldig, was es wohl nicht sein dürfte, wenn man bedenkt, dass die Leiterin dieser Agentur eine feindliche Spionin ist. In der Mitte des Raumes steht ein großer Schreibtisch, hinter dem ich eine groß gewachsene Frau um die 30 erblicke. Sie ist ordentlich, aber ...
... nicht übertrieben teuer oder auffallend gekleidet. Sie hat lange schwarze Haare und das Gesicht eines Engels. Auf den ersten Blick hätte man glauben können, sie wäre die Unschuld in Person. Vor allem, wie sie dreinschaut, vermittelt Vertrauen und weckt eher das Bedürfnis, sie zu beschützen. Man kann sie eindeutig als ausgesprochen hübsch bezeichnen. Auf der linken Seite steht ein Tisch für Besprechungen. Ich kann acht Stühle zählen, die dort stehen, etwas abseits erblicke ich weitere sechs. Zur Rechten befindet sich eine gemütliche Ledersitzecke, auch sie in Weiß. Die Frau blickt vom Schreibtisch auf und schenkt mir sofort ein offenes Lächeln. Dann steht sie auf und kommt um den Schreibtisch herum. Ich habe keine Ahnung, was sie denkt. Ihre Gesichtszüge verraten nichts, gar nichts. "Hallo Anastasia, schön, dass du endlich da bist. Ich habe mir schon Sorgen gemacht", begrüßt sie mich und streckt mir ihre Hand entgegen. Ich lächle freundlich, nehme die dargebotene Hand und schüttle sie. "Hallo, Frau Stabsoffizier!", grüße ich förmlich und zackig. "Ich wurde beim Grenzübertritt aufgegriffen. Es ging alles noch gut ab, aber ich habe dabei Zeit verloren und habe dann einen größeren Umweg gemacht, um meine Spur besser zu verschleiern." "Ich bin Ekaterina und ich würde es vorziehen, wenn wir Du zueinander sagen. Das ist in der Modelbranche üblich. Zu deiner Information sind nur Olga am Empfang und wir zwei beim selben Verein, wenn du verstehst." "Die anderen Mädchen ...