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Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1
Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch
... Hier müssen die Männer untergebracht sein, denn ich sehe noch mehr Wachleute. Als ich an ihnen vorbeigeführt werde, mustern mich die Männer mit lüsternem Blick. Einer macht sogar eine anzügliche Geste. Meine drei Bewacher nehmend davon keine Notiz und führen mich in ein spärlich eingerichtetes Büro. Wer in so einem Kaff Dienst leisten muss, ist entweder strafversetzt oder erst am Beginn seiner Karriere. "Du wartest hier und rührst dich nicht von der Stelle!", befiehlt der Mann, den ich für den Anführer halte. Ich hebe unschuldig die Hände und blicke ihm hinterher, wie er zur Tür hinaus verschwindet. Die beiden anderen bleiben bei mir. Sie haben schon auf dem Marsch die Waffen wieder eingepackt und bedrohen mich im Moment nicht. Sie gehen wohl davon aus, dass ihnen von einem Mädchen, wie mir, keine Gefahr droht. Ihre lockere Art könnte sich allerdings schnell wieder ändern. Bei russischen Grenzposten weiß man nie so genau, wie sie reagieren. Wenn sie sich nur ein kleines bisschen bedroht fühlen, reagieren sie. Selbstverteidigung hat oberste Priorität. Meine Bewacher jedoch bleiben zum Glück entspannt. Sie mustern jedoch etwas lüstern meinen Körper und einer leckt sich immer wieder mit der Zunge über die Unterlippe. Ich hoffe, ich komme hier unbeschadet wieder raus. Ich weiß nicht, was passiert, wenn ich nicht rechtzeitig bei dieser Modelagentur eintreffe. Ich glaube nicht, dass meine Leute nach mir suchen würden. Ich denke, sie schicken einfach Ersatz für ...
... mich los und ich bin vergessen, verschollen irgendwo in den Weiten des russischen Reiches. Ich bin dem System gar nicht böse deswegen. So ist nun mal dieses Geschäft. Das wusste ich von Anfang an und werde mich sicher nicht beklagen. Allerdings würde es sehr wohl an meinem Ego nagen, wenn ich bei meinem ersten wirklichen Auftrag schon an der Grenze scheitere. "Was soll das? Illegale Grenzübertritte werden nicht geduldet", höre ich eine sonore Stimme entschlossen sagen. In dem Moment wird die Tür aufgerissen und ein großer, bulliger Mann steht im Rahmen. Als er mich sieht, hält er abrupt inne und mustert mich. "Du bist also die Gefangene", meint er. Seine Stimme ist schlagartig weicher, schmeichelnder. In seinen Augen kann ich aber das Lauernde erkennen, mit dem er auf eine Antwort wartet. "Ich wollte doch nur meine Großmutter besuchen", verteidige ich mich. Ich versuche dabei weinerlich zu klingen. "Die Großmutter besuchen, dass ich nicht lache." "Sie ist 75 Jahre alt geworden, hatte Geburtstag, gestern", lüge ich. Er schaut mich eindringlich an und scheint zu überlegen. Mir ist klar, von diesem Mann hängt ab, ob ich hier heil wieder wegkomme oder hängen bleibe. Deshalb versuche ich ihm so aufrichtig wie möglich in die Augen zu schauen. Zu meiner Ausbildung hat auch Körpersprache gehört und genau das Wissen darüber wende ich nun an. Während die drei, die mich aufgegriffen haben, junge Buschen sind, ist dieser Mann deutlich älter. Entweder stammt er ...