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Anastasia Serinskaya - Die Agentin Teil 1
Datum: 19.05.2026, Kategorien: Romantisch
... ist deutlich anzusehen, wie betroffen er ist. Auch Olimov wirkt erschöpft und geschockt. "Ich verstehe das auch nicht. Das war ein gezielter Schlag mit ungeheuerlicher Präzision ausgeführt, absolut vernichtend." Ich sitze daneben und muss mir ein Lachen verkneifen. Ich denke nun an Ekaterina. Sie wusste, dass ich den Abend bei Semeronov sein würde. Sie wird sich deshalb denken können, dass ich etwas mit diesem spektakulären Schlag zu tun habe. Sie wird sich auch Sorgen machen und am Ende davon ausgehen, dass ich ums Leben gekommen bin. "Was machen wir jetzt?" "Wir bringen die Flotte in Sicherheit." "Und was machen wir als Nächstes?" "Wir nehmen Kurs auf Punkt alfa-tango7." "Die Ölplattform?" "Ich will schauen, ob dort das Raketenabwehrsystem in perfektem Zustand ist. Dieser Schlag war nur möglich, weil jenes in unserer Nähe bei einem Angriff zerstört worden ist und nicht mehr im Einsatz war." "Gut, ich nehme Kurs auf alfa-tango7." Damit geht der Kommandant auf seinen Posten zurück und gibt einige Befehle. Das Gespräch der beiden war auch für mich sehr aufschlussreich. Olimov wendet sich mir zu. "Wast du schon einmal auf einem U-Boot?" "Ich bin Model und kein Matrose!", antworte ich gespielt empört. "Hast du noch den Plug im Arsch?", grinst er mich an. "Nein, den habe ich herausgenommen, als ich mich angezogen habe. Er hätte mich auf unserer Flucht nur gestört." "Wir sind nicht geflohen!" "Was dann?" "Wir haben uns auf den ...
... Platz begeben, den wir bei einer derartigen Situation einnehmen sollen." "Wir?", frage ich etwas skeptisch. Dabei ziehe ich die linke Augenbraue nach oben. "Na gut, ich war natürlich gemeint." "Und was ist jetzt mit mir?" "Dich werde ich erst einmal ausgiebig vögeln", grinst er. "Auf einem U-Boot?" "Hast du es da noch nie getrieben?", neckt er mich. "Ich dachte, da gibt es keine Privatsphäre." "Die gibt es auch kaum", bestätigt er belustigt. "Und nun?" "In meiner Stellung steht mir eine Kajüte zu." "Ein riesengroßer Raum", sage ich spöttisch. "Zum Vögeln reichts. Dabei liegen wir so eng beieinander, dass der Raum gar nicht so groß sein muss. Das müsstest du wissen." Als er aufsteht und meine Hand nimmt, ist mir klar, dass das Gespräch beendet ist und er nun vögeln will. Er zieht mich durch einen engen Gang zu einer Tür, die er öffnet und hineinschlüpft. Ich folge ihm. Als er hinter uns die Tür schließt, schaue ich mich erst einmal um. Der Raum ist kleiner als das Tages-WC bei mir in der Ukraine. Der Raum ist gerade so groß, dass ein Bett darin Platz hat und man nur mit Mühe an einer Seite entlanggehen kann. Auf der anderen liegt das Bett direkt an der Wand an. Über dem Bett sind Regale angebracht. Sie dienen wohl dazu, die Kleider dort abzulegen. Der Platz ist zwar optimal ausgenutzt, aber als romantisches Liebesnest kann man es nicht bezeichnen. Das Bett ist zudem nur 60 bis 80 cm breit. Wie wir beide darin gemütlich schlafen ...