1. Die etwas andere Partnerberatung – Teil 1


    Datum: 19.05.2026, Kategorien: Voyeurismus / Exhibitionismus

    Meine Partnerin Petra und ich hatten uns nach 15 Jahren auseinandergelebt, wie man so klischeehaft sagt. Nur war uns eine Trennung zu anstrengend und der Ist-Zustand zu langweilig. Was tun? Petra erwähnte mal eine Partnerberatung, ich reagierte indifferent. Eines Abends überrumpelte Petra mich. Sie hatte eine gemeinnützige Beratungsstelle in einer benachbarten Kreisstadt ausfindig gemacht und bereits den ersten Termin mit einer Beraterin vereinbart. Ich war überrascht, aber letztendlich froh, dass sie die Initiative ergriffen hatte.
    
    Der erste Termin bei Frau Schmittke (Soziologin oder Psychologin, ich weiß es nicht mehr) begann locker, fast schon mit Smalltalk. Aber nach 10 Minuten startete sie ein Trommelfeuer von Fragen, über die wir noch nie nachgedacht hatten. Es wurde geistige Schwerstarbeit für mich. Mir fielen kaum Antworten ein und wenn ich endlich die geforderten Ziele u. ä. definiert hatte, war ich umgehend unzufrieden mit meiner Antwort. Petra hingegen plapperte immer umgehemmt los ohne nachzudenken, antwortete aber nicht auf die Fragen von Frau Schmittke, sondern sprach das aus, was ihr gerade einfiel, was ihr auf der Zunge brannte.
    
    Frau Schmittke nahm sich uns in den nächsten Sitzungen je die halbe Zeit einzeln vor, während der andere im Vorzimmer wartete. Sie ließ sich vom Wartenden das Smartphone aushändigen und es gab gar nicht Interessantes im Warteraum.
    
    Wir waren gespannt auf die Auswertung der vielen Notizen, wurden aber von Frau Schmittke ...
    ... zunächst enttäuscht durch die Feststellung: „Sie haben sich auseinandergelebt.“ Gut, das wussten wir bereits vorher. Sie fuhr fort, dass wir die gegenseitigen Bedürfnisse nicht mehr erfüllen würden, ja sogar absichtilich dagegenarbeiteten. Was genau sie als unsere jeweiligen Bedürfnisse ausgemacht hatte, formulierte sie nicht aus. Sie schlug vor, dass sie bei uns keine klassische Beratung durchführen möchte (in der die Beratenen miteinander die Lösung erarbeiten), sondern einen ganz anderen Ansatz, in dem sie uns ausschließlich verbindliche Vorgaben macht. Ich glaube ja, dass Frau Schmittke Petra und mich für zu doof für ihre Normalberatung hielt.
    
    Die erste Vorgabe war, dass wir bis zur nächsten Woche keinen Sex haben durften (auch nicht mit anderen Personen 😉) und uns täglich mehrmals umarmen bzw. berühren sollte, aber nicht küssen.
    
    Die nächsten ‚Stunden‘ bei Frau Schmittke dauerten nur 30 Minuten und bestanden in der Abfrage, wie es uns ergangen sei, ob wir die Vorgaben eingehalten hätten. Und dann kamen neue Vorgaben für mich, z.B. ein Wochenendausflug zum Chiemsee mit Schiffahrt und Besuch von Herrenchiemsee und eine Fahrradtour mit Picknick und ähnliches. Petra bekam auch Vorgaben, die ich nicht kannte.
    
    Ich überspringe einige unwesentliche Beratungsepisoden. Es sollte weiterhin keinen Sex geben, aber wir durften bzw. sollten uns küssen, soviel wir wollten, und wir sollten uns 10 Minuten gegenseitig umarmen und streicheln, wenn auch keinesfalls im Bett. Für die ...
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