1. Ein Schicksal auf Rädern 07


    Datum: 23.05.2026, Kategorien: Fetisch

    ... Wutschrei, fallen ließ, sich geschwind umdrehte und sofort die Stufen der Treppen ungeduldig nahm.
    
    Die Treppe zum Schlafzimmer knarrte unter seinen bedächtigen Schritten, jeder vorsichtige Tritt eine Erinnerung an sein Versagen. Er wollte sich so leise wie möglich an die beiden heranschleichen. Hinter sich hörte er Samuel's letztes Gelächter, bis die Außentür, durch einen Windzug endlich ins Schloss fiel und seine Spottreime über ihn endlich verschluckte.
    
    Ein Platz auf ihrer Fütze:
    
    Jeder Schritt die knarrende Treppe hinauf fühlte sich an, als würde Friedrich durch einen Sumpf aus eigenen Ängsten und verbotenen Begierden waten. Seine Handfläche schmerzte, so fest umklammerte er das Geländer bereits, als könnte es ihn vor dem Absturz in den Abgrund bewahren, der sich in seinem Inneren auftat.
    
    `Die Angst` brannte wie Eis in seinen Adern:
    
    - Die Vorstellung, dass der Schneider -- ihr gemeinsames `Ehebett` entweihte, wo er noch keine einzige Nacht gemeinsam mit seiner Frau verbracht hatte.
    
    - Das Bild von Annas nacktem Körper, hingegeben unter einem Mann, der nicht er war, während die Laken noch nach `ihrem` Lavendelduft rochen. - Die quälende Frage, ob sie je wieder dieselbe sein würde, wenn dieser letzte Schritt vollzogen war... oder ob diese Nacht sie unwiederbringlich in eine Fremde verwandelte.
    
    Doch unter der Angst brodelte etwas anderes: eine `dunkle, zitternde Erregung`, die ihn zugleich anekelte und dennoch magnetisch anzog. Jedes Stöhnen, das durch ...
    ... die Holzbohlen drang, jeder erstickte Laut von Anna entzündete ein Feuer in ihm, das er nicht mehr löschen konnte. `Sie halten zu dürfen, während er sie nimmt` -- der Gedanke war absurd, pervers, und doch so faszinierend...
    
    `Die Erwartung auf das kommende` war ein Gift, das ihn langsam lähmte:
    
    - Die Vorstellung, ihre Hand zu greifen, ihren Ehering zu spüren, während Elias sie besaß -- ihr Schmerz, ihre Lust, `seine` eigene Ohnmacht zu erleben, das seine Eingeweide zu einem dreifachen Knoten verknüpfte.
    
    - Die Möglichkeit, endlich Zeuge aus nächster Nähe zu werden, ohne handeln zu müssen... ein Gefangener seiner eigenen, schuldigen Voyeuristik.
    
    - Die perverse Hoffnung, dass Samuel recht hatte -- `gleich pflügt dein Weib ein Andrer -- und noch etwas mehr...!`.
    
    Sein Atem ging stoßweise, sein Hemd klebte kalt am Rücken. Als er die letzte Stufe erreichte, blieb er stehen, die Hand auf der Türklinke. Hinter der Tür hörte er das `Rascheln von Kleidung`, das `dumpfe Aufschlagen von schweisnassen Körpern` auf der Matratze. Ein ersticktes Keuchen -- Annas? Elias'? -- es ließ seine Knie butterweich werden.
    
    Plötzlich überfiel ihn eine Erinnerung: ihre Hochzeitsnacht. Anna im schneeweißen Nachthemd, schüchtern lächelnd, während er ihr versprochen hatte, sie ´immer´ zu beschützen. Jetzt war er derjenige, der sie in die Klauen eines anderen trieb gestand er sich ein und das war so unbeschreiblich berauschend.
    
    `Die Scham` traf ihn jedoch wie ein Peitschenhieb. `Was bin ich ...
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