1. Die Abenteuer der Maya Klein 06


    Datum: 02.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... wahr!", wimmerte die Frau und fing an zu weinen.
    
    Sandra wandte sich an die beiden Männer. „Sie können die Aussage Ihres Kollegen bestätigen?"
    
    Doch die drucksten herum und schienen unschlüssig, was sie sagen sollten.
    
    Maya ging unterdessen zu dem Zeugen rüber, baute sich vor ihm auf und sah geringschätzig auf ihn herunter. „Da hat die Fickbare mal ein paar Fragen an Sie..."
    
    Der Mann sah sie entgeistert an, wurde rot und schien am liebsten im Erdboden versinken zu wollen. „Entschuldigen Sie bitte...", stotterte er, „niemals hätte ich geglaubt, dass Sie mich hören können."
    
    „Das macht es irgendwie nicht besser, finden Sie nicht?" Maya sah böse auf ihn herunter.
    
    „Nein. Sie haben recht. Ich finde Sie sehr hübsch, hätte das aber sicher auch mit anderen Worten zum Ausdruck bringen können", erklärte er sich mit betroffenem Gesichtsausdruck.
    
    Es stimmte sie versöhnlich, dass er nicht leugnete und zu seinem Fehler stand.
    
    „Sie haben gehört, was der Mann dort drüben zu der Frau gesagt hat?"
    
    Der korpulente Mann nahm ein Papiertaschentuch aus der Tasche seines Jacketts und wischte sich damit über seine Stirn. „Seine Firma ist ein wichtiger Kooperationspartner von uns..."
    
    Maya legte ihren Kopf schief. „Sie müssen nur ja oder nein sagen und dabei das Richtige tun. Gerade haben Sie noch aufrichtig auf mich gewirkt."
    
    Er schien zögerlich, dann sah er wieder zu ihr auf. „Ja, Sie haben recht. Gehen wir rüber, ich fand auch nicht in Ordnung, wie das gelaufen ...
    ... ist."
    
    Maya ließ ihn vorausgehen, zufrieden, dass er sich seiner Verantwortung stellte. Doch kein so großes Arschloch, wie sie zuerst geglaubt hatte. Dennoch blieb das von ihm Gesagte in ihrem Kopf. Fickbar!
    
    „Ich mach dich fertig, du beschissener Lügner! Du kannst dir deine Kündigung von deinem Chef holen, das ist ein Versprechen. Zieh deine Aussage zurück! Hörst du?", schrie der Schönling, während der korpulente Mann wieder zurück zu seinem Stand ging.
    
    „Nötigung, Erpressung, Verleitung zu einer Falschaussage...", schrieb Juliane mit. „Da kommt was zusammen, Herr Berger."
    
    „Wissen Sie, was Sie mich können?", erwiderte der Anzugträger.
    
    Juliane sah ihn aufmerksam ins Gesicht und wischte sich eine Haarsträhne aus der Stirn. „Nein! Erzählen Sie!"
    
    Der Mann ballte die Fäuste, was die Polizisten sehr wohl zur Kenntnis nahmen.
    
    „Sie sollten sich lieber beruhigen, da wir Sie ansonsten mit auf das Revier nehmen müssen. Sie scheinen derart aufgebracht zu sein, Sie schaden sich nachher noch selbst oder anderen."
    
    Die beiden Kollegen nahmen sich des Mannes an, führten ihn aus der Halle raus und redeten dabei auf ihn ein. Maya sah ihnen nach, während Melissa und Sandra sich um die Frau kümmerten. Die dankte ihnen, wollte aber jetzt nach Hause. Sie hatte genug von diesem Tag.
    
    Juliane machte sich Notizen für das spätere Protokoll, dann wandte sie sich an ihre Kollegen. „Gut, Leute. Noch eine Stunde, dann haben wir Feierabend. Wir fahren rüber ins Präsidium und danach ist ...
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