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Die Abenteuer der Maya Klein 06
Datum: 02.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... zumindest für euch Kinder erst einmal Ruhe. Sehen uns dann morgen wieder. Hoffentlich dann wieder in einem anderen Einsatzumfeld als dieser langweiligen Messe." Je länger sie über das Messegelände liefen, desto schwächer wurde ihre Konzentration und Aufmerksamkeit. Maya versuchte immer wieder, sich zusammenzureißen, wollte unbedingt wach bleiben, doch vermochte sie es nicht. Immer mehr Details fügten sich zu einem Bild der Gewohnheit zusammen. Es war wie bei jeder anderen Anstrengung auch. Sie erschöpfte mental. Sie fragte Bommel, ob es ihm ähnlich ergehen würde, was er bejahte. Je länger es ruhig blieb, je weniger Reizpunkte das Umfeld einem bot, umso schneller setzte dieser Effekt ein. „Ganz ehrlich, Türmchen, dieser Streifendienst heute ist völlig für die Katz. Es gibt viel wichtigere Orte, an denen wir Präsenz zeigen sollten. Wie in der Plattensiedlung zum Beispiel. Die Leute waren echt dankbar dafür, dass wir die Angelegenheit regeln konnten. Und jetzt hängen wir zwischen Hunderten Geschäftsleuten und Servicemitarbeitern herum, und auch die Handwerker sind nicht so zahlreich, wie man eigentlich meinen sollte. Man kann sich einfach nicht vorstellen, dass hier noch irgendetwas von Bedeutung passiert." Er sah nachdenklich zu ihr auf und zog sich dabei die Weste zurecht. „Aber vielleicht auch gerade deshalb?" Melissa gähnte und streckte sich. Sie schien ebenfalls von dem heutigen Einsatz wenig begeistert zu sein. „Wenn man sich wenigstens mal was ansehen oder ...
... sich mit den Leuten unterhalten dürfte. Aber nein, wir sind wegen bösen Buben hier, die sich einfach nicht blicken lassen wollen. Stattdessen muss ich mit euch Flöten abhängen. Ätzend." Das Lachen Mustafas wurde laut, dann hielt er wieder inne, als Juliane ihn eindringlich ansah. „Tschuldige!" Er stieß seine Kollegin in die Seite. „Umso mehr wundert es, dass du gleich noch mit zum Essen kommst." „Ach, vielleicht entdecke ich ja doch noch eine Facette an euch, die wenigstens einen Hauch meines Interesses einfordert. Ich möchte da nicht zu schnell aufgeben." „Ja, vor allem das Türmchen, oder? Sie ist so gewöhnlich, wie man nur sein kann", meinte Axel lachend. „Müsst ihr jetzt wieder mit so etwas anfangen? Lasst mich bitte da raus", meinte Maya sichtlich genervt. „Das ist aber etwas, was mich an dir am meisten abfuckt, Maya. Warum tust du so, als ob du nichts Besonderes bist? Du bist es nun einmal, mein Gott, sei wenigstens ein wenig stolz drauf. Und die Logik, dass an allem dieses Syndrom schuld sein soll, ist doch Bullshit. Du bist so geboren worden. Wie andere Menschen auch mit besonderen Gaben geboren worden sind. Ich bin zum Beispiel hübsch, intelligent und sehr sportlich. Siehst du mich heulen, weil ich mich darüber ärgere? Klar bringt so etwas auch Nachteile mit sich. Aber diese hat der Durchschnitt dann an anderer Stelle. Einen Menschen ohne Sorgen und Probleme gibt es nicht", Melissa sah zum Gesicht ihrer großen Kollegin auf. „Freue dich ein wenig über das ...