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Die Abenteuer der Maya Klein 06
Datum: 02.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... haben einen zugemauerten Seitentunnel gefunden, welcher zu einem U-Bahnabschnitt führte. Von dort aus sind sie dann abgedampft. Vier ihrer Leute hat man erschossen im Gang zwischen den Waffen- und Munitionskisten gefunden. Sie waren anscheinend nicht transportfähig gewesen." „Fuck! Das heißt, die Typen laufen irgendwo dort draußen rum und haben einen riesen Brast auf uns. Hoffentlich geht das gut", stellte Axel fest. „Mangold rechnet jetzt mit allem. Von Racheaktionen bis hin zum Wundenlecken. Lemmens wird vor allem versuchen festzustellen, wer ihn verpfiffen hat." „Und ich?", fragte Maya verstört. „Du bist eine Beamtin. Was soll sein? Wenn du nicht dabei gewesen wärst, wäre das Ergebnis ähnlich für ihn ausgefallen. Du hast nur dafür gesorgt, dass es für unsere Seite nicht so verlustreich wurde wie für seine. Das ist jemand, dem Menschenleben wenig bedeuten. Egal, auf welcher Seite sie stehen. Er trauert niemandem nach. Aber seinen Waffen! Mangold meinte, es könnte sein, dass sie schon jemandem versprochen worden sind und er jetzt richtig in der Scheiße steckt." Maya war erleichtert. Sie hatte Sorge gehabt, dass diese Männer jetzt Jagd auf sie machen könnten. „Haben wir einen Einsatz?", fragte sie vorsichtig. Juliane verneinte. „Wir gehen hier weiter auf Streife. Alles gut, Türmchen. Sollte man uns brauchen, wird man uns anfordern. Im Moment sieht es aber nicht danach aus." Maya war erleichtert. Bilder aus der Nacht traten ihr wieder ins Bewusstsein und ...
... auch der Moment, in dem sie auf die beiden Männer auf dem Dach geschossen hatte. In Gedanken versunken musste sie sich regelrecht dazu zwingen, sich wieder auf ihr direktes Umfeld zu fokussieren. Von Krolm ging neben ihr her und blieb mit sich selbst beschäftigt. Sie schaute nicht oft auf ihr Handy und schien auch nicht gerne mit anderen Menschen zu kommunizieren, obwohl sie hübsch war und eine charismatische Ausstrahlung besaß. Sie blieb lieber für sich. Zumindest glaubte Maya das. Die Kollegin schien ihren Blick zu spüren, sah zu ihr auf und hob ihre Brauen. „Du musst jetzt nicht auf den Pott, oder?" Maya lächelte und verneinte zur Erleichterung ihrer Kollegin. „Alles gut. Bei dir auch?" „Soweit schon. Hat sich deine Freundin gemeldet?" Dass Melissa sich an Hevi erinnerte, hatte Maya nicht erwartet. „Nein. Sie hat zu allen Menschen den Kontakt abgebrochen, welche ihr nur irgendwie wichtig sind." „Und warum? Ich habe ja gehört, dass einem so ein Abgang den Kopf zerpflückt, aber so hart?" „Sie ist Muslima, hat ihre Eltern angelogen, was den Vater betrifft, und glaubt auch daran, Schuld zu sein, dass ihre Freunde jetzt vor ihrer Familie als unehrenhaft dastehen. Sie hat sich an den sozialen Dienst gewandt und will in eine Einrichtung für Jugendliche ziehen, die Probleme mit ihren Familien haben." Melissa hatte ihr genau zugehört, wie Maya glaubte, aber eine tiefere Reaktion blieb aus. „Ach so", antwortete sie und ging einfach weiter. Im ersten Moment ...