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Die Abenteuer der Maya Klein 06
Datum: 02.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... ärgerte es Maya, im zweiten fand sie es erfrischend. Die Alte war jemand, der sich nicht zu tief mit anderen Menschen auseinandersetzen wollte. Ob sie einen Freund hatte? Diese Frage hatte sich schon die ganze Klasse gestellt, ohne eine Antwort darauf zu finden. Melissa hatte bisher zu niemandem einen engeren Kontakt zugelassen. Ihr Blick wanderte rüber zu Mustafa. Der junge Mann war sympathisch, selbstbewusst und energievoll. Er hatte eine junge Frau, welche zu Hause wartete. Sie hatten erst vor einem halben Jahr geheiratet. „Alles gut, Türmchen?", fragte er und blickte zu ihr auf. „Alles super. Glaub nicht, dass noch großartig etwas passieren könnte." Mustafa sah sich um und schien der gleichen Meinung zu sein. „Immerhin einen Dieb. Sonst ist der Einsatz heute ziemlich fad. Hoffentlich geht das nicht die ganze Woche so." „Muss nicht immer Action sein, finde ich", erwiderte Maya. „Na ja, zu viel ist natürlich auch Scheiße. Drei Tage hintereinander Türmchen, das war schon eine Hausnummer letzte Woche." Er deutete auf Bommel. „Wir gehen nachher noch was trinken in der Stadt. Bock mitzukommen? Können auch was essen." Sie überlegte nicht lange. „Klar! Bin froh, wenn ihr mich mal mitnehmt. Wohin wollt ihr denn?" „Ach, das sehen wir dann. Lass uns einfach durch die Stadt und dann gucken wir, welcher Laden uns anlächelt." Maya deutete auf Melissa. „Was ist mit ihr? Habt ihr schon gefragt?" Mustafa grinste. „Witz? Sie sagt doch sowieso nein. Und ...
... obendrauf drückt sie mir dann irgendeinen Spruch. Kein Bock, ehrlich nicht." „Melissa? Kommst du nachher noch mit in die Stadt? Wir wollen was essen gehen", fragte Maya. „Um mit euch auch noch privat gesehen zu werden?", sie zeigte erst eine angewiderte Miene, dann grinste sie. „Klar, warum nicht? Ich kann mir ja dann die Show, wie du die Küche zur Verzweiflung treibst, live angucken, Graumähne!" Mustafa sah entgeistert zwischen den beiden Frauen hin und her und blickte frustriert zu Bommel rüber, der aufmerksam die Menge an Menschen betrachtete. „Hast gehört? Unsere Adelsdame gibt uns ebenfalls die Ehre." Der Kollege lächelte und sah auf seine Uhr. „Noch zwei Stunden, dann haben wir es geschafft. Freu mich, wenn ihr beiden mitkommt. Musti erzählt mir sonst wieder die ganze Zeit von seinem Boot, welches er restaurieren möchte." „Ihr fahrt wieder zurück, oder Juliane?", fragte Maya Sandra. „Diese Woche nicht, Türmchen. Wir haben anschließend Weiterbildung. Müssen doch noch lernen, damit wir von den Kollegen vom SEK akzeptiert werden. Ist ‚ne harte Nuss für Axel. Bei uns Mädels geht es ganz gut." „Was? Seid ihr doof?" Axel sah seine beiden Kolleginnen entgeistert an. „Ich bin doch derjenige, der euch ständig anschieben muss. Theorie oder Praxis völlig egal. Ohne mich wärt ihr völlig lost." Sandra und Juliane sahen sich an, dann blickten sie wieder in seine Richtung. „Alles, was sich dein Männerego einbilden möchte, sei dir erlaubt, Schätzelein", spottete ...