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Ein Schicksal auf Rädern 11
Datum: 03.06.2026, Kategorien: Widerwillen/Nichteinwilligung,
... sanft von der feucht geweinten Matratze weg und an seine warme Brust. Sein Herz schlug langsam, beruhigend unter ihrem Ohr. "Ma`am", seine Stimme war ein tiefes, ruhiges Rauschen. "Was ist? Wieso seit ihr so aufgebracht?" Sie presste ihr Gesicht in sein grobes Hemd, die Tränen versiegten nicht. "Sie sind... ohne mich geflohen", würgte sie hervor, ihre Worte wurden von Schluchzern zerrissen. "Alles... Clay, *alles* ist weg! Die Kühe, die Schafe, die Hühner..." Sie hob den Kopf, ihre Augen, rot und geschwollen, suchten die leeren Ecken des Zimmers. "Unsere Kleider... Sogar Jakobs Leinenwindeln... Friedrichs Werkzeug..." Eine neue Welle des Schmerzes überrollte sie. "Sie haben mich zurückgelassen. Ausgelöscht." Die Erkenntnis war wie ein Schlag, das ihr den Atem raubte. Clay hielt sie fest, sein Daumen strich tröstend über ihre schluchzende Schulter. Seine Augen, meist so hart wie Stein, waren voll mitfühlender Wärme. "Wir finden sie, Ma`am", sagte er ruhig, aber mit einer eiserner Entschlossenheit. "Wo auch immer sie sind. Wir..." Augenblicklich hob sie ihr Gesicht zu ihm. Ihre Lippen zitterten, die Tränen rannen ungehindert über ihre Wangen, mischten sich mit dem Staub der Reise. In ihren Augen lag nicht nur Verzweiflung, sondern eine plötzliche, fordernde Klarheit. Sie unterbrach ihn nicht nur mit ihrer Aufforderung. "Finde sie, Clay. Egal wie lange es dauert", flüsterte sie, ihr Atem traf seine Lippen. Es war ein Befehl, ein Flehen, ein Gelübde. "Ich *will* sie ...
... wiederhaben. Mein Baby. Meinen Mann." Ihre Augen, diese tiefen, verwundeten Seen, fixierten ihn, durchbohrten ihn. "Versprich es mir, das du nicht ohne sie zurückkommst." Er hielt ihren Blick. Kein Lächeln, kein leichtfertiges Nicken. Nur eine langsame, tiefe Bewegung seines Kopfes -- eine Verbeugung, ein Schwur. "Ich versprech es", raunte er, seine Stimme war ein Versprechen im Halbdunkel des leeren Zimmers. Dann geschah es. Die Distanz zwischen ihren Mündern, war schon winzig, verschwand. Seine Lippen fanden ihre. Nicht zögernd, nicht fragend. Mit einer plötzlichen, ungezähmten Intensität, die alle Trauer, alle Angst, alle gespeicherte Leidenschaft ihrer ersten Kutschfahrt, wo sie ihn kennengelernt hatte, entfesselte. Annas Hände, eben noch schlaff in ihrem Schoß, griffen nach ihm. Sie krallten sich in sein Hemd, zerrten ihn näher. Ein ersticktes Stöhnen entrang sich ihrer Kehle -- nicht aus Schmerz, sondern aus einer lang unterdrückten, explosiven Sehnsucht nach Leben, nach Trost, nach Vergessen. Der Kuss war kein Trost mehr. Er war ein *Brand.* Ihre Münder öffneten sich gierig, lechzende Zungen fanden sich, kämpften, vereinten sich in einem feuchten, verzweifelten Tanz. Annas Körper bog sich ihm entgegen, presste sich gegen seine harte Brust, suchte jede Berührung, jeden Druck, den sie bekommen konnte. Ihre Hände rasten über seinen Rücken, tasteten die starken Muskeln unter dem Hemd ab, gruben sich in seine Schultern. Clay antwortete mit gleicher ...