1. Ein Schicksal auf Rädern 11


    Datum: 03.06.2026, Kategorien: Widerwillen/Nichteinwilligung,

    ... Wildheit. Seine Arme schlossen sich wie eiserne Bänder um sie, hoben sie von der Matratze, drückten sie so fest an sich, als wollte er sie in sich aufnehmen. Seine Hand fuhr ihr in die zerzausten Haare, hielt ihren Kopf fest, während sein Mund den ihren beanspruchte, beherrschte, neu entfachte. Der Geschmack ihrer Tränen vermischte sich mit dem Staub des Weges und einer neu erwachenden Lust.
    
    Ohne ihren Kuss zu unterbrechen, trug er sie auf das nackte Bettgestell. Das Metall quietschte protestierend, als er sie ablegte und sich über sie beugte. Ihre Beine öffneten sich ihm, umschlossen seine Hüften, zogen ihn herab. Hände rissen an Kleidern -- sein Hemdknopf sprang ab, ihr zerschlissenes Kleid wurde zur Seite gerissen und ihre Röcke hochgeschlagen. Haut fand Haut -- schweißnass, heiß, begierig. Annas Nägel gruben sich in seinen nackten Rücken, als er sich zwischen ihre Schenkel schob. Ihr Stöhnen wurde lauter, fordernder, als seine Hände ihre großen Brüste umfassten, die empfindlichen Spitzen durch den dünnen Stoff ihres Unterhemdes zwischen Daumen und Zeigefinger streichelten.
    
    Es war kein Liebesspiel. Es war wie ein Akt der Besitzergreifung und der Erlösung.
    
    Jeder Biss auf Annas Körper und Brüsten war ein Siegel gegen den Verlust.
    
    Jeder tiefe Stoß von Clays Hüften war kein Vorspiel, es war die eine Zeremonie zur Vertreibung der Geister.
    
    Sie klammerte sich an ihn, als wäre er ein Rettungsanker in einem tosenden Meer der Verlassenheit. Auf *ihrem* Ehebett, ...
    ... zwischen den Geistern ihrer gestohlenen Vergangenheit, stürzten sie sich in eine Gegenwart aus Schweiß, Sehnsucht und der wilden, verzweifelten Hoffnung, dass dieser Akt der Vereinigung mehr als nur Trost war -- dass er der erste Schritt zurück ins Leben sein könnte.
    
    Ihre vereinten Atemzüge, heftig und keuchend, füllten das verlassene Zimmer mit neuem, rohem Leben, während draußen Boone Wache hielt und Valentina in die Dämmerung starrte, sie plagten andere Geister, ihre eigene verlorene Liebe im Herzen nachtrauernd.
    
    ca. 3 Wochen später:
    
    Die letzten Meilen zur Weber`s Farm zogen sich wie Sirup durch die nächtliche Prärie. Tom und Friedrich saßen schweigend auf dem Bock des Planwagens, die Schultern unter der Last der Niederlage gebeugt. Omaha lag hinter ihnen -- eine fast dreiwöchige Qual aus schlaflosen Nächten vor etlichen Bordellen uns Saloons, in denen grelles Lachen und Klavierspiel durch die Fenster drang, aus vergeblichen Befragungen schmieriger Zuhälter und dem ständigen, nagenden
    
    Geruch nach billigem Parfüm und Verfall der Menschen.
    
    Sie hatten jedes Vieh bis auf die beiden Zugpferde verkaufen müssen, fast jeden Cent in die
    
    Suche nach Samuel und Anna gesteckt. Bestechungen und Schmiergelder verteilt um in jeden Winkel der Bordelle hineinblicken zu können. Vergeblich. Samuel und Anna war wie vom Erdboden verschluckt. Kein Flüstern in den Saloons, kein Hinweis in den schummrigen Hinterzimmern der illegalen kleineren Absteigen - nur die kalte Gewissheit, dass ...
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