1. Ein Schicksal auf Rädern 11


    Datum: 03.06.2026, Kategorien: Widerwillen/Nichteinwilligung,

    ... über die Scheibe, als suchten sie Halt in der reinen Sinnlichkeit ihres Sturzes. Ihre Augen rollten zurück, nur das Weiße war noch sichtbar - das Bild eines völligen Kontrollverlusts offenbarte sich Tom.
    
    In ihm brach etwas. Der Anblick ihres Höhepunkts, die Gewissheit, dass ein anderer Mann sie soweit treiben konnte, während er hilflos zusah... es durchschnitt alle Vernunft. Sein eigenes Becken
    
    zuckte unwillkürlich vor. Ein heiseres Keuchen entrang sich ihm. Dann spürte er es: Ein heißer Riss, gefolgt von unwiderstehlichen, rhythmischen Schüben. Sein Samen schoss nicht in seine Hand oder auf den Boden - er explodierte steil aufgerichtet gegen das Fenster, genau vor Valentinas vor Extase verzogenem Gesicht.
    
    Weiße, zähflüssige Tropfen klatschten in wilden Schüben gegen das Glas, liefen in dicken Rinnsalen herab. Sie trafen die Scheibe genau in dem Moment, als Valentina aus ihrem Orgasmus-Taumel zurück in die Welt stolperte. Ihre Augen, noch glasig vor dem abklingenden Wellen der Lust, weiteten sich. Sie starrte auf die milchigen Streifen, die sich zwischen ihr und der Erscheinung dahinter legten und fragte sich woher diese kamen.
    
    Dann folgte ihr Blick den Spuren hinauf - zu Toms Gesicht. Nicht mehr verzerrt vor Lust, sondern erst vor Unglauben und dann vor Entsetzen, Schmerz und ungläubigem Staunen.
    
    *To... Tom, bist... du... echt?.*
    
    Die Erkenntnis traf sie wie ein voller Eimer Eiswasser. Ihr Keuchen erstarb jäh in ihrer Brust. Das triumphierende Feuer in ...
    ... ihren Augen erlosch plötzlich, wurde durch blankes Entsetzen ersetzt. Ihr Körper, eben noch eine Säule eines Lusttempels, erschlaffte gegen die Scheibe. In diesem eisigen Schweigen, dieser Stille der Unbegreifbarkeit, folgte Clays Stimme durch die Nacht, kalt und triumphierend direkt hinter Tom und presste seinen Revolver wieder gegen Toms Schläfe.
    
    ,,Zu spät, Kleiner. Mein Freund Boone hat vor dir abgespritzt und sie ordentlich geschmiert. Du kommst jetzt mit!" Und riss ihm grob vom Fenster weg.
    
    *Boone`Wer zum Teufel ist Boone* fragte sich Tom noch als er am Kragen gepackt vom Fenster fortgezerrt wurde.
    
    Diese Worte waren der letzte Hammerschlag die Valentina ernüchterten. Sie sah nun nicht nur Tom. Sie sah Clays Schatten hinter ihm, die Waffe an seinem Kopf. Sie sah die schmierigen Spuren auf dem Glas. Und in ihren weit aufgerissenen Augen spiegelte sich nicht nur Schock, sondern der jähe, vernichtende Zusammenbruch einer Illusion - und die nackte, schreckliche Erkenntnis ihrer Erniedrigung vor dem einzigen Mann, den sie je wirklich liebte.
    
    Clay knöpfte sich die Hose zu, ein triumphierendes Grinsen lag auf seinen Lippen, während er den halb entblößten Tom am Kragen packte. Mit einem ruppigen Riss zerrte er den Gebrochenen vom Fensterbrett über die Veranda und durch die Haustür. Der dumpfe Aufprall von Toms nackten Knien auf den Dielenboden hallte durch den Raum.,,Schaut mal, was ich draußen aufgegabelt hab'!", rief er, seine Stimme war überschäumend vor hämischer ...
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