1. Ein Urlaub mit Folgen


    Datum: 04.06.2026, Kategorien: Reif

    ... als wir in diesen Tagen gewonnen hatten. Doch was blieb uns anderes übrig?
    
    Es war weit, weit nach Mitternacht, als wir das letzte kleine Licht ausschalteten, uns aneinander klammerten und die Decke über uns zogen, um noch eine kleine Portion Schlaf zu bekommen, bevor die unvermeidliche Trennung anstand.
    
    2. Teil
    
    Unser letztes Frühstück in dem Ferienhaus fiel, wie erwartet, sehr schweigsam aus. Wir hatten alle früh aufstehen müssen, um rechtzeitig das Haus zu verlassen und alle auch wenig Schlaf bekommen. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass es für Thomas und Susanne anders gewesen war als für uns.
    
    Dann war das letzte Geschirr abgewaschen und alle Reisetaschen wieder im Auto verstaut.
    
    Nun kam der schmerzlichste Part, sich von der Person zu verabschieden, mit der man eigentlich den ganzen Urlaub auf so unerwartete und intensive Art und Weise zusammen gewesen war.
    
    Würde es eine Wiederholung davon geben?
    
    Doch nun lag erst einmal die Rückfahrt nach Hause, in eine Zeit danach, in ein Leben als Paar, wie man es vor einer Woche noch gewesen war. Wäre das für uns klappen?
    
    Auch die Fahrt verlief ähnlich schweigsam wie bereits das Frühstück. Sei's drum, dachte ich mir, die nächsten Tage werden es vielleicht schon zeigen.
    
    Die ersten Tage nach diesem äußerst ungewöhnlich verlaufenen Urlaub verliefen dann ganz wie unsere üblichen Tage, wenn wir beide berufstätig waren. Jeder von uns nahm wieder seine gewohnten Tätigkeiten und Termine wahr.
    
    Schnell war ...
    ... eine erste Woche verstrichen, ohne dass Susanne und ich uns körperlich näher gekommen waren. Das kam schon vor, meist aber nur dann, wenn es beruflich extrem viel Stress oder berufliche Reisetätigkeit gab, insofern dachte ich mir noch nichts dabei.
    
    Das erste Wochenende nach dem Urlaub verbrachten wir für uns, ohne Tanja und Thomas zu treffen, zumeist auf dem Sofa oder den Liegestühlen im Garten, wobei Susanne auffallend häufiger mit Handy beschäftigt war als sonst.
    
    Zu Beginn der zweiten Woche hatte ich in der Mittagszeit einen Anruf von Tanja, die fragte, wie es uns gehen würde, wie es zwischen uns läuft. „Normal", war meine Antwort. „Und, ehmm, im Schlafzimmer?", „Tote Hose ... nix los ..." „Bei uns auch ...." „Oh ..." „Ich glaube, die beiden treffen sich ..." „Echt? Wirklich??" „Beim Yoga war Susanne jedenfalls nicht ..." „Sie hat sich bei mir aber in ihrer Yogabekleidung verabschiedet ..." „Aha ..." „Und kam verschwitzt, wie sonst auch, zurück ..." „Wohl nicht vom Yoga ...", antwortete Tanja trocken. „Ich habe sehr den Eindruck, dass sie bei uns war, als ich beim Yoga war ..." „Na super ..."
    
    Etwas später beschlossen wir, uns am nächsten Tag in der Mittagspause zu treffen und über ihre Beobachtung zu sprechen.
    
    Es war unser erstes Wiedersehen und hätte mir gewünscht, dass es unter anderen Vorzeichen geschehen würde, dass es passieren würde, weil wir uns sehen wollten und nicht weil es wegen Thomas und Susanne etwas zu besprechen galt.
    
    Tanja wiederholte ihre ...
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