1. Ein Urlaub mit Folgen


    Datum: 04.06.2026, Kategorien: Reif

    ... Beobachtungen und fügte noch eine weitere hinzu, aufgrund derer sie sich ganz sicher war, dass die beiden sich bei ihr und Thomas in der Wohnung getroffen und die Zeit gemeinsam, in deren Bett verbracht hatten. Sie hielt den Gedanken kaum aus, im selben Bett abends neben ihm liegen zu müssen. Dass der ursprünglich gemeinsame Yogaabend in zwei Tagen erneut anstand, verschlimmerte die Situation noch für sie.
    
    Ich versuchte ihr Mut zuzusprechen und sagte ihr, dass wir, sollte es sich, wie vermutet, wiederholen, wir umgehend ein Gespräch mit den beiden haben müssten.
    
    Schweren Herzens trennten wir uns wieder, schrieben uns aber ab dann nahezu stündlich Textnachrichten.
    
    Dass „alles" nach diesem Urlaub „wie gewohnt" weiterlaufen würde, war kaum noch anzunehmen. Wie sollten wir dieses Dilemma nur lösen?
    
    Tanjas Vermutungen bestätigten sich, Susanne kam erneut nicht zum Yoga, obwohl sie mir gesagt hatte, dass sie dorthin gehen würde und auch unsere Wohnung schon in der entsprechenden Bekleidung verlassen hatte.
    
    Gleich am nächsten Morgen rief Tanja mich auf der Arbeit an und wir beschlossen noch am selben Abend, mit beiden bei ihr und Thomas zu Hause ein Gespräch zu führen.
    
    Das Gespräch begann mit einer Überraschung, wir hatten kaum Platz genommen, ich war noch am Überlegen, wie ich das heikle Gespräch einleiten sollte, da kam uns Susanne zuvor.
    
    „Ihr braucht gar nichts zu sagen ...", legte sie zerknirscht los. „Ist alles aus dem Ruder gelaufen ... das habe ich, das ...
    ... haben wir", dabei blickte sie zu Thomas hin, „so nie gewollt ... aber wir können nicht anders ... können die Finger einfach nicht voneinander lassen ..."
    
    Die beiden, die sich nebeneinander gesetzt hatten, fassten sich an den Händen und sahen uns aufgelöst an, unsicher, wie wir darauf reagieren würden.
    
    „Dass ihr euch hinter meinem Rücken bei uns in der Wohnung trefft, geht nicht, gar nicht ..." Beide nickten schuldbewusst, „Thomas, was hältst Du davon, wenn ich meine Koffer packe und ausziehe ...", sagte Tanja, ohne dass wir uns vorher abgesprochen hatten. „Und du deine bei Max ...", fuhr sie fort, sah dabei zu Susanne.
    
    Beide sahen sich an, nickten, bis nun auch Thomas mal etwas sagte, „Einverstanden, gute Idee, ist wohl das beste ..." „Na dann leg' ich gleich mal los ..."
    
    Wow, das nenn' ich mal eine rasche Klärung, dachte ich für mich. „Kann ich dir helfen?", war dann mein erster Wortbeitrag und richtete sich an Tanja, die bereits aufgestanden war. „Danke, aber ich glaub' ich schaff' das am schnellsten alleine ... willst du vielleicht mit Susanne zu euch fahren, dann kann sie auch schon packen ... Ich lass' mich dann von Thomas bringen, er kann sie dann ja mit zurücknehmen ..."
    
    Genau, wie von Tanja vorgeschlagen, lief es dann ab. Susanne und ich fuhren zu uns, wo sie gleich damit begann, ihre Sachen zu packen, während ich, weil ich die Situation kaum zu ertragen fand, einkaufen ging, denn ich hatte mir vorgenommen, für Tanja etwas Besonderes zu kochen, an ihrem ...
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