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Kirstin 01
Datum: 04.06.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... Eigen nenne. Es war Liebe auf den ersten Blick als ich es damals auf dem Kiesplatz eines zwielichtigen Gebrauchtwagenhändlers stehen sah. Schwarz-Rot und chromfunkelnd stand es gedrungen in der Sonne, zwinkerte mir zu und flüsterte "nimm mich bitte mit". Noch am selben Tag war der Kaufvertrag unterschrieben, eine Anzahlung gemacht und eine Woche später der Restbetrag beglichen und die Schlüssel samt Fahrzeugpapieren in Empfang genommen. Und natürlich hatte ich viel zu viel bezahlt für das Schätzchen und bestimmt noch mal den Kaufpreis investiert bis es in dem Zustand war wie es jetzt in der Garage steht. Aber was ist schon der schnöde Mammon im Vergleich zu dem Fahrspass den mir das Ding bereitet? Ich gehe also wieder nach drinnen, spüle die Kaffeetasse aus, drehe mir noch eine Zigarette, ziehe mir die abgelatschten, aber unglaublich bequemen, Cowboystiefel an, binde mir ein Bandana um den Kopf, schnappe mir die schwarze, kurzgeschnittene Lederjacke mit dem grossen Peace Zeichen auf dem Rücken und den Autoschlüssel und begebe mich in die Garage. Wie immer kämpfe ich ein Wenig mit dem Türschloss, das seit jeher Zicken macht und eine gefühlvolle Behandlung verlangt bis es sich öffnet. Beinahe wie eine kleine, süsse Muschi denke ich mir und muss über den Gedanken grinsen. Gut gelaunt setze ich mich hinters Steuer, schiebe den Schlüssel ins Zündschloss, trete die stramme Kupplung durch, packe den kurzen Schaltknauf und suche den Leerlauf im Getriebe. Liebevoll tätschle ich ...
... das Armaturenbrett und spreche Elenora, so nenne ich mein Schmuckstück, aufmunternde Worte zu. Dann ziehe ich den Choke Hebel halb heraus, trete das Gaspedal zwei mal gefühlvoll durch und drehe den Zündschlüssel. Mit einem lauten Röhren erwacht der Vierzylinder zum Leben und will mit sanften Gasstössen bei Laune gehalten werden bis er rund läuft. Mit einem metallenen Klacken lege ich den ersten Gang ein und rolle aus der Garage, lege den Leerlauf ein und ziehe die Handbremse an. Dann entriegle ich die zwei Schnallen am Windschutzscheibenrahmen und werfe das Verdeck nach hinten, taste nach dem Entriegelungshebel für den Kofferraum und öffne ihn. Ich steige aus und hole die Persenning aus dem Kofferraum und spanne sie über das zusammengefaltete Verdeck. Mittlerweile schnurrt der Motor wie ein Kätzchen und ich schiebe den Choke wieder rein, langsam rolle ich vom Hof und biege in das schmale Strässchen ein, das an meinem Domizil vorbeiführt, gebe etwas Gas, schalte in den zweiten Gang und beschleunige, unter sonorem Röhren, auf ca. 50 km/h bevor ich in den Dritten hochschalte. Routiniert nehme ich die engen Kurven den Hügel runter ins Dorf, setze den Blinker, bei der Einmündung auf die Hauptstrasse, spontan nach links und fädle mich in den relativ spärlichen Verkehr ein. Am Dorfausgang checke ich kurz Öltemperatur und Druck, schalte einen Gang runter und überhole zügig einen Sonntagsfahrer der es anscheinend überhaupt nicht eilig hat. Elenora schreit heiser ihre Lebenslust ...