1. Zu viel Arbeit


    Datum: 06.06.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... Verständnis dafür, dass mir nach einem sehr anstrengenden Tag nicht nach sexuellen Höchstleistungen war und zu unserem Glück kamen ja auch Zeiten, in denen ich nicht so geschafft nach Hause kam. Auch für sein Verständnis liebte ich meinen Mann immer mehr.
    
    Und trotzdem wurde unser Liebesleben weniger, nicht mehr so intensiv, ja, für mich weniger erfüllend. Es war, als ob mein Verlangen nach meinem Mann weniger wurde. Und nach einer längeren Zeit zog sich Jürgen zurück. Er sah mich zwar oft lange an und ich merkte, dass ihm was auf der Seele brannte, aber er kam nicht damit raus.
    
    Da ich gerade wieder beruflich recht eingespannt war, fragte ich nicht nach, drang ich nicht auf ein Gespräch sondern war der Meinung, dass es schon werden würde, wenn die Aufgabe erledigt ist und ich wieder Zeit habe.
    
    Und es wurde auch wieder, zwar nicht mehr so wie zu Beginn unserer Beziehung, aber wieder gut. Und dann der gemeinsame Urlaub, die wunderschönen Stunden und Tage am Meer. Feiner Strand, warmes Wasser, viel Sonne und warme Nächte. Keine Arbeit, kein Stress, keine Chefs mit immer neuen Ideen, immer höheren Forderungen. Nur mein Jürgen und viel Zeit für uns. Innerlich nahm ich mir vor, wieder mehr Zeit mit meinem Schatz zu verbringen.
    
    Leider ist jeder Urlaub mal vorbei und bald hatte uns der Alltag wieder. Nein, das ist nicht richtig, mich hatte der Alltag wieder und damit die viele Arbeit. Es begann die Zeit der Weihnachtsvorbereitung und eine neue Aufgabe für mich. Wieder war ...
    ... das mit mehr Aufwand verbunden, wieder hatte ich kaum Zeit und Kraft für meinen Mann, für unseren Haushalt und schon gar nicht für unser Liebesleben und eine Woche vor dem Fest fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich hatte vor lauter Arbeit vergessen, für meine Lieben einzukaufen. Nur gut war es, dass wir dieses Weihnachtsfest bei Jürgens Eltern und den Jahreswechsel bei meinen verbringen wollen.
    
    Jürgen hatte schon Anfang Dezember die Wohnung geschmückt, für das Fest dekoriert und mich gefragt, ob wir diesmal, da wir nicht da sind, auf einen Weihnachtsbaum verzichten wollen. Ehrlich, ich weiß nicht mehr, was ich dazu gesagt habe. Auf jeden Fall stand eine Woche vor Weihnachten noch kein Baum in unserem Wohnzimmer. Was aber viel schlimmer war, bei mir kam keine Weihnachtsstimmung auf. In meinem Kopf geisterten nur die Gedanken an die Probleme auf der Arbeit rum.
    
    Eigentlich hatten abgemacht, dass wir am 23. gleich nach der Arbeit zu seinen Eltern fahren wollten und dort in Ruhe das Fest genießen wollten. Geplant war, dass wir die Tage zwischen den Festtagen frei hatten und nach einem kurzen Aufenthalt in unserer Wohnung zu meinen Eltern fahren und dort mit einigen Freunden von mir Silvester verbringen.
    
    Schon der 23. ging voll in die Hose. Statt um 14 Uhr kam ich erst um 18 Uhr los. Die Probleme bei der Lösung der Aufgabe hielten mich in Schacht und so merkte ich auch nicht, dass Jürgen sauer war, richtig stink sauer war und kaum mit mir sprach. Und wenn ich ehrlich ...
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