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Der Schlüssel zur Versuchung 04
Datum: 10.06.2026, Kategorien: Liebende Frauen,
... verlängern und die unangenehmen Gedanken zu vertreiben, schlug ich vor: "Lass uns heute was gönnen und was zu Essen bestellen." Sein Magen knurrte beipflichtend, und er griff nach seinem Smartphone. "Klaro. Was willst du denn? Die übliche Gemüsepfanne mit Geflügelscheiben - Chinawok?" Ich schüttelte den Kopf, eine plötzliche, intensive Lust überkam mich. "Nein. Ich will eher eine Dönertasche mit viel Kalbfleisch. Und zwar ohne Salat, ohne Kraut, ohne Soßen. Nur deftiges, scharfes Fleisch in Fladenbrot." Er stutzte mit dem Wählen und schaute mich verdutzt an. "Ohne alles? Bist du sicher? Das ist ja... pur." "Genau das will ich. Einfach pures Fleisch." Es war ein Verlangen nach etwas Rohem, Ursprünglichem, das zu dem Biest in mir passte, das ich heute entgültig aus seinem Winterschlaf geweckt hatte. Er war zwar ein wenig verwirrt, zuckte aber nur mit den Schultern und nickte schließlich. "Okay, wenn du meinst. Dann bestell ich mir 'ne Pizza Vierkäse von demselben Laden." Während wir auf unser Abendessen warteten, zog ich mich innerlich zurück. Ich war gut und ich war stark. Ich hatte es nicht nötig, mich von Tekin so behandeln zu lassen um aufzusteigen. Die Spirale würde zumindest für ein paar Tage mein Schutzschild gegen seine Annäherungen sein. Das Essen kam nach einer halben Stunde, und wir aßen auf der Couch, der Pizza Karton und das Alupapier lagen auf dem Couchtisch, während Enzo in seine Pizza biss und ich in meine simple, fleischgefüllte ...
... Dönertasche. Der intensive, gewürzte Geschmack des Kalbfleischs erfüllte meinen Mund und befriedigte etwas in mir. "Mmmh", machte er nach einem Bissen. "Weißt du, all das mit meinem nicht verlängerten Leiharbeitsvertrag heute... ich hab nachgedacht." "Ah ja?" Ich war so in meinen eigenen Plan vertieft, dass ich kaum hinhörte. "Ja. Ich glaube, ich will nochmal was Neues lernen. Was, das mir wirklich seit meiner Jugend Spaß macht. Nach dem Ende der Pandemie werden überall wieder Köche gesucht." Seine Augen leuchteten aufeinmal auf. "Stell dir das vor. Ich stehe in einer großen Küche, bin kreativ und mache Menschen mit gutem Essen glücklich. Es ist zwar ein harter Beruf, lange Arbeitsstunden, aber... ich denke, es würde mich erfüllen." Ich starrte ihn perplex an, während einen Fetzen Fleisch mir noch zwischen den Zähnen hing. Ein... Koch wollte er werden? Nur... ein Koch? Während ich davon träumte, die Teamleiterin zu werden? Das konnte jetzt nicht sein Ernst sein. "Enzo, Liebling", begann ich sanft, aber bestimmt, und legte meine Hand auf sein Knie. "Das klingt... lieb. Wirklich. Aber hast du dir das auch finanziell überlegt? Die langen Ausbildungsjahre? Die harte Arbeit für einen Lohn, das am Ende vielleicht nicht viel besser ist als jetzt?" Sein Enthusiasmus schwand etwas. "Aber es wäre zumindest erfüllend..." "Darüber können wir doch auch in meiner Branche reden!", unterbrach ich ihn mit einer dringlichen Stimme, die überzeugend klingen sollte. "Schau mich ...