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Der Schlüssel zur Versuchung 04
Datum: 10.06.2026, Kategorien: Liebende Frauen,
... Bestecks am Nachbartisch unterbrochen wurde. Jan sah mich an und seine Augen suchten nach etwas in meinem Gesicht. "Ich... ich wollte mich eigentlich bei dir bedanken", begann ich und nahm einen Schluck von dem rubinroten Wein. Er schmeckte nach Eiche und einer verbotenen Frucht. "Diese Datensätze, die du mir gestern geschickt hast... Jan, die sind phänomenal. So etwas habe ich noch nie gesehen. Fast jeder Anruf ist ein Treffer." Ich spielte mit dem Stiel des Glases, ließ meine Fingerspitzen über die glatte Oberfläche gleiten. "Da frage ich mich natürlich, woher du solch juwelenhafte Leads beziehst." Jan winkte, ein wenig zu hastig, ab. "Ach, das ist nichts Besonderes. Du übertreibst doch. Du bist einfach verdammt gut in dem, was du tust und deshalb hat vermutlich auch Herr Tekin, dir diese Woche seinen Dienstwagen überlassen." Sein Lächeln wirkte gezwungen. Es war üblich, dass Bora Tekin, für besonders gute Verkaufszahlen, seinen Dienstwagen einem Mitarbeiter aus dem Callcenter, für eine Woche übergab, damit wir auf den Geschmack kamen uns weiterhin den Arsch, für einen fast unerfüllbaren Traum, aufzureissen. Jetzt, wo ich das mit den unbrauchbaren Leads wusste, wollte ich mich fast vor Lachen krümmen. Ich zügelte mich jedoch und lachte leise, ein perlendes, gekünsteltes Geräusch entwich meinen Lippen. "Ach, Jan. Wieder so bescheiden. Dabei bist du derjenige, der die Fäden in unserem Team zieht." Ich ließ meinen Blick intensiv in seinem ruhen, während ...
... ich langsam, ganz langsam, meine linke Hand über den Tisch schob und sie auf seine Hand ablegte. Seine Haut war ein wenig kalt. Er zuckte leicht zusammen, aber zog sie nicht weg. Stattdessen drehte er seine Handfläche nach oben, um meine Finger zu umschließen. Ein elektrischer Schauer jagte mir unmittelbar über den Rücken -- nicht wegen der Lust, sondern der Macht, die ich in diesem Moment über ihn ausübte. Die Atmosphäre zwischen uns verdichtete sich, wurde mit jeder verstrichenen Minute intimer und gar schwüler. Der Duft von Knoblauch und Tomaten vermischte sich mit seinem defiziten Aftershave. "Erzähl mir mehr von dir", flüsterte ich und strich mit meinem Daumen sanft über seinen Handrücken. "Wir arbeiten seit Monaten zusammen, und ich weiß kaum etwas über dich ausser, dass du mit der Zeit immer sportlicher und fitter wurdest. Was macht den Mann aus, der mit mir zusammen sein will und diese wunderbaren Daten besorgt?" Ich senkte meine Lider ein wenig, mein verführerischer Blick unter den dicken Wimpern blieb auf ihn gerichtet. Eine Geste, die ich bei meinem Verlobten oft anwendete. Seine Anspannung schien darauf ein wenig zu schmelzen. Mein Interesse schmeichelte ihm, und meine streichelnde Hand tat ihr Übriges. Ein breiteres, echtes Lächeln erhellte plötzlich sein Gesicht. "Na ja, also...", begann er, und seine Finger schlossen sich fester um meine. "Da ist zum Beispiel Eduard. Mein bester Freund, seit wir uns gegenseitig Sand in die Windeln gesteckt ...