1. Der Schlüssel zur Versuchung 04


    Datum: 10.06.2026, Kategorien: Liebende Frauen,

    ... Bild zusammen.
    
    Er war kein freier Adresshändler. Das war es. Der springende Punkt, worüber ich die ganze Zeit gegrübelt hatte. Er war nur ein Angestellter, ein kleines Rädchen im Getriebe eines großen Versicherungsunternehmens, und er stahl seinem eigenen Unternehmen die wertvollen Daten, um sie unter der Hand zu verkaufen. Um die Hypothek für sein Häuschen abzuzahlen? Um das neue Babyzimmer auszustatten? Seine Motive waren mir egal. Sie machten ihn nur verwundbar.
    
    Und dann kam die Ernüchterung, ollte ich das Tekin melden? Ihm sagen, dass der mysteriöse Datenlieferant für unser Unternehmen offiziell nicht zu haben und zu binden war?
    
    Ein widerspenstiges Gefühl des Aufbegehrens, stieg in mir auf. Nein. Das war sogar besser. Umso verdammt viel besser für mich. Denn ohne einen vertraglichen Hebel konnte mein Chef Eduard nicht ohne mich an sein Unternehmen binden. Ich war die Einzige ausser Jan, die wusste, wer er wirklich war. Ich war die Einzige, die ihn kontrollieren konnte, wenn ich einen anderen Hebel bei ihm fand. Diese Erkenntnis wurde in mir zu einem machtvollen Aphrodisiakum, das mir direkt in den Schoß schoss.
    
    Entschlossen wählte die Nummer der Zentrale, wo Eduard arbeitete. Eine junge weibliche Stimme meldete sich gegenüber, sie klang gestresst.
    
    "Guten Tag, hier ist Sabrina Müller. Ich habe einen komplexen Versicherungsfall, bei dem ich
    
    dringend jemanden aus Ihrem Vertriebsinnendienst benötige. Man sagte mir, ich müsse mit Herrn Warkentin sprechen", ...
    ... log ich mit einer Stimme, die glasklar und ein wenig besorgt klang, ein perfekter Kontrast zu dem brodelnden Inferno in meinem Inneren.
    
    Die Dame am anderen Ende seufzte hörbar und fühlte sich sichtlich beansprucht.
    
    "Einen Moment, ich verbinde Sie mit Herrn Warkentin. Der ist bestimmt für solche Anfragen zuständig, wie sie richtig vermutet haben."
    
    Ein Zucken lief mir über den Rücken, es hatte wirklich geklappt. Ich hörte bereits die Warteschleife, eine sanfte, gedämpfte Klaviermusik, die in scharfem Kontrast zu dem jagenden Puls in meinen Schläfen stand. Dann ein Klicken, ich wurde weiterverbunden.
    
    "Eduard Warkentin, hier Vertriebsinnendienst, was kann ich für Sie tun?"
    
    Seine Stimme war jünger, als ich erwartet hatte, aber auch angestrengt bemüht, souverän zu klingen. Ein raubtierhaftes Grinsen verzog meine Lippen. Und ob du etwas für mich tun kannst, mein Lieber, dachte ich, während sich eine wohlige Wärme zwischen meinen Beinen auszubreiten begann. Ich antwortete, ohne meinen Namen zu nennen, während meine Stimme besorgt blieb.
    
    "Hier ist die Firma MIT Versicherungen. Wir haben in letzter Zeit eine bemerkenswerte Anzahl von Kunden anwerben können, die, wie sich herausstellte, zuvor sehr konkrete Absichten hatten, PK- Policen bei lhrem Unternehmen abzuschließen. Uns ist daher die bange Frage aufgekommen, ob Sie vielleicht ein... Datenleck in lhrem Unternehmen haben? Jemand, der wohlmöglich die Leads lhrer zukünftigen Kunden weiterreicht?"
    
    Augenblicklich ...
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