1. Tanz mit dem weißen Ritter


    Datum: 17.06.2026, Kategorien: Romantisch

    ... im Haushalt nützlich, finden Sex nur gut, wenn die Frau auch zu ihrem Recht kommt, und ansonsten lassen weiße Ritter ihre Hand beim Tanzen immer auf Schulterblatthöhe."
    
    Ich legte meine rechte Hand mit der Handfläche nach oben auf den Tisch. "Jetzt müssen Sie sich entscheiden, Frau Professor. Entweder Sie geben mir Ihre Hand und wir machen uns gemeinsam auf den Weg zur Tanzfläche oder Sie behalten Ihre Hand bei sich. Dann werde ich Sie den Rest des Abends nicht mehr behelligen."
    
    Sie hatte ihren Blick auf meine Hand gerichtet.
    
    "Eine Sache sollten Sie noch wissen", fuhr ich fort, "Wir weißen Ritter fürchten nur eines. Den schwarzen Ritter."
    
    "Den schwarzen Ritter?"
    
    "Genau. Wenn Sie mit mir als weißem Ritter nicht tanzen wollen, kann ich das akzeptieren. Aber es bricht mir das Herz, wenn später ein schwarzer Ritter bei Ihnen auftaucht, Sie höflich fragt, ob Sie ihm einen Tanz schenken, Sie lehnen dankend ab, er nimmt trotzdem Ihre Hand und zieht Sie auf die Tanzfläche und man sieht Ihnen an, dass Sie das insgeheim gut finden."
    
    Jetzt schauten wir uns in die Augen, sekundenlang. Ich spürte, wie sie das, was ich gesagt hatte, durchdachte. Aber ihr als Überflieger brauchte ich nicht zu viel Zeit zu lassen. Also senkte ich meinen Blick und zog meine Hand zurück. "Frau Professor, ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend." Ich stand auf, schob den Stuhl wieder an den Tisch und machte mich auf den Weg.
    
    "Warten Sie, weißer Ritter!", hörte ich in meinem ...
    ... Rücken.
    
    Ich unterdrückte ein Grinsen und drehte mich wieder um.
    
    Sie sah mich an und stand auf. "Ich komme ja schon mit. Ihr origineller Vortrag muss belohnt werden."
    
    Ich hielt ihr meinen Arm hin. Sie hakte sich unter.
    
    "Und ich will später den schwarzen Ritter genießen, ohne Gewissensbisse wegen Ihnen zu haben", fügte sie lachend hinzu.
    
    Wir waren gleich groß. Erst jetzt sah ich, dass sie flache Schuhe anhatte. "Also Frau Professor, Sie brauchen keine Angst zu haben, mit einem größeren Tollpatsch haben Sie noch nie getanzt. Wenn die Leute über uns lachen, dann auf jeden Fall wegen mir. Aber Sie retten meinen Abend. Danke schon mal dafür", erklärte ich, während wir uns der Tanzfläche näherten.
    
    Als wir die Tanzfläche erreicht hatten, stolperte ich absichtlich über die kleine Kante der Tanzfläche und spürte, wie Frau Professor instinktiv meinen Arm fest umklammerte. Ich musste grinsen. Wir reihten uns ein in die Horde der Tanzenden.
    
    "Foxtrott?", fragte ich.
    
    Sie nickte.
    
    "Ich starte mit dem linken Fuß, nur so zur Info."
    
    "Na machen Sie schon."
    
    Meine Hand hatte ich wie versprochen auf ihr Schulterblatt gelegt. Unsere Körper hielten einen angemessenen Abstand. Aber es war so eng, dass mein linker Arm nicht annähernd gestreckt war. Nach den ersten Schritten wurde mir klar, dass Frau Professor Bruni eine hervorragende Tänzerin war. Ich wollte sie gerade fragen, warum sie so gut tanzen konnte, als die Musik leiser wurde und der DJ eine Ansage machte:
    
    "Liebe ...
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