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Die Abenteuer der Maya Klein 05
Datum: 22.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
Die Lerngruppe „Was ist los, Süßer? Warum stehst du schon auf?", fragte Maya verschlafen und richtete sich auf, während Sascha auf der Bettseite saß und sich streckte. „Und wo ist Wilma?" Er sah auf den Wecker und gähnte. „Die ist unten bei Rosa. Hab ihr vorhin die Tür aufgemacht." Er ließ seine Schulter knacken. „Lerngruppe. Scheiße! Ich habe voll verschlafen." Er wandte sich zu ihr um, stieg zurück aufs Bett und küsste Maya auf den Mund. „Morgen, mein Süßes!" „Und wie lange lernt ihr heute?", fragte Maya hörbar enttäuscht. Sie hatte angenommen, dass Sascha Zeit für sie haben würde. „Bis 14 Uhr ungefähr. Wir haben zwei Klausuren in der nächsten Woche. Ich darf jetzt nicht nachlassen, im Moment läuft es richtig gut. Da warst du mir wirklich ein Vorbild." Maya zeigte ihm deutlich ihren Frust. „Na geil, dafür hänge ich in der Luft. Kann es uns beiden nicht mal gleichzeitig gut gehen, was das betrifft?" Sascha griff nach ihrer Hand und versuchte zu trösten. „Du schaffst das! Als ob die dich durchfallen lassen würden. Da wirst du dir kaum Sorgen machen müssen." „Geschenkt will ich aber auch nichts haben. Von daher..." „Du, sei nicht böse, Maus, aber ich muss jetzt schnell duschen. Fahr doch zu deiner Mutter! Die hat eh gemeint, dass sie wieder was für dich bestellt hat." „Kommst du nach? Ich meine, wenn du fertig bist?" Sascha nickte. „Klar. Können wir mal wieder einen Stadtbummel machen und uns ein paar Currys reinpfeifen." Maya strahlte, ...
... während sich der Speichel in ihrem Mund sammelte. „Boah, wie geil! Gute Idee!" Sie griff nach seinem Schritt, worauf er ihr lachend auswich. „Nein! In die Curry beißt du nicht rein." „Auch nicht ein wenig dran lutschen?", neckte sie ihn und hob ihre markanten Brauen. „Jetzt hör auf, mich geil zu machen, du Doofe! Ich kann schlecht mit Latte runter." Er lachte und zog sich an. „Scheiße, ich kann nur noch Zähne putzen und mir das Gesicht waschen." Maya überlegte, ob sie noch einmal schlafen wollte. Das Bild, es war nicht noch einmal aufgetaucht. Lag das wirklich nur an Sascha? Oder auch an dem sehr schönen Abend mit ihren Freunden? Sie waren wirklich ihre Rettungsinsel gewesen. Sie blickte auf ihr Handy, Frau Gollwig, Herr Luchs, Mangold, Serverin..., sie alle fragten nach, wie es ihr ging. Die schienen richtig Panik zu schieben. Einen Menschen erschossen. Auch dieser Mann hatte Mutter und Vater, vielleicht auch Frau und Kinder? Ihr wurde schlecht bei dem Gedanken. Jetzt war wieder das Bild da! Völlig klar und detailliert! Sie hatte den Leichnam sogar noch weggetreten. „Es geht mir soweit gut. Ich konnte schlafen. Trotzdem denke ich an den Mann." Sie kopierte den Text ihrer Nachricht und schickte ihn an die Kollegen. Fast alle reagierten sofort. Maya öffnete die Antworten, las aber deren Texte nicht. Sie wollte sich nicht sofort darauf melden. Wahrscheinlich handelte es sich eh nur um Floskeln, welche sie beruhigen sollten. Andere Gedanken! Sie stand auf, trat ...