1. Romy 01


    Datum: 24.06.2026, Kategorien: Reif

    ... keine Tür. Weil durch die Dachschräge kein Platz dafür war. Also hing stattdessen nur ein Vorhang vorm Einstieg ins ReichChaos.
    
    Für mich reichte es. Ich war zufrieden. Im Sommer glich es zwar einer Sauna, aber damit konnte ich leben. Es gab halt nur zwei Dachfenster, und das einzige Giebelfenster war klein und im Bad. Durchzug war damit kaum nennenswert. Also war schwitzen angesagt. Klar. Die Türsache schränkte etwas die Privatsphäre ein. Sprich laute Musik, laute Ballerfilme. Ähm... zu lautes Stöhnen beim masturbieren.Kicher... Sex generell. Aber okay. Unten gab es Türen. Und bei mir oben gab es eh keinen Sex. Unten schon. Und manchmal auch etwas zu laut. Böse Mama. Aber sei es ihr gegönnt, sei es Rene gegönnt. Mir aber nicht. Ich hatte keinen Boyfriend. Suchte auch nicht. Wollte auch nicht. Ich war zwanzig und hatte es nicht sehr eilig mit so was. Ich fand Sex auch... na ja. Überbewertet. Ich war keine Jungfrau, das hatte ich hinter mir. Aber andererseits war es fast zwei Jahre her. Und es war kein tolles Erlebnis gewesen. Eher äußerst unangenehm. Fremdartig. Nicht schmerzhaft, aber auch nicht erquickend. Darum war ich nicht so auf eine Wiederholung aus. Darum war ich alleine, denn Jungs wollten im Endeffekt in die Hose. Ein Fakt.
    
    Ich hatte mich frisch gemacht. Es war noch früh. Erst kurz nach acht.Morgens! Gähn... Irgendwie bin ich aus meinem Bett gekrochen. Weil Mama heute weg musste. Zwei Tage. Ein Seminar. Oder drei Tage? War zu früh für meinen Kopf. Die ...
    ... Gehirnzellen flackerten, sprangen aber noch nicht ganz an. Stotterten noch.
    
    Ich hatte mir die Zähne geputzt, das Gesicht gewaschen. Reichte. Ich hatte nackt geschlafen. Wegen Sauna hier oben. Ich stieg in den Slip von gestern, der lag auf meinem Schreibtisch. Neben meinem fadenscheiniges Lieblingsshirt mit demPunisher Skull. Ordnung musste sein. Damit war ich gut gekleidet. Wollte ja nurCiao Bella sagen, vielleicht etwas zu Essen abstauben und wieder ins Reich der heißen Träume zurück.
    
    Die Stiege hoch zu mir war schmal. Auch Platzgründe. Keine richtige Treppe, eher eine Mischung aus Leiter und Treppe. Kurze Stufen, etwas wacklig, knarrend und quietschend. Und runter ging man am besten wie hoch. Nur rückwärts. Eben eher Leiter. Aber mir gefiel es. Der Abstieg mündete in einer Nische direkt hinter der eigentlichen Treppe. Schmal und eng. Zum Glück war ich das auch. Äh... schmal. Wendig.
    
    Dann kam der größere Flur. Drei Türen. Das elterliche Schlafzimmer. Ein Gästezimmer was Mama aber eher als Ankleide in Anspruch nahm. Und ein Badezimmer. Großer als meine Zelle. Ich stapfte die Treppe runter. Vorwärts und gähnend. Aus der großen Wohnküche kam Musik. Leise vor sich hindudelnd. Das Klappern von Geschirr. Ich tapste den Flur entlang, der Duft von Kaffee kam mir entgegen. Lecker, das Aroma. Aber der Geschmack... bäh. Da war ich Kind. Kakao war mein Kaffee. Die Wohnküche war nach hinten raus, direkt zur überdachten Terrasse hin. Dahinter kam dann der Garten. Viel grün, viel ...
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