-
Die Geschichte der Maya Klein 11
Datum: 02.07.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... sie zu der Sängerin. Jeane Jones schien damit ein echtes Problem zu haben. „Wait! Please come and see me after the concert. I really want to get to know you better!" Maya versprach es, Hevi aber war der Ohnmacht nahe. Sie glaubte zu träumen, dass das alles wirklich passiert war. So wurden sie an der Treppe von der Security wieder abgeholt und zurück zu der Rettungsinsel gebracht, während das Publikum ihnen einen tosenden Applaus widmete. Jeane Jones aber fing nun mit dem zweiten Song an und so beruhigte sich der Saal wieder und die Aufmerksamkeit wechselte auf sie zurück. Der nächste Tag Maya und Hevi kamen erst um neun Uhr in der Früh nach Hause. Fast drei Stunden lang hatten sie noch mit der Sängerin, den Sängern der Vorgruppe und ihrer Managerin verbracht. Dabei hatte man Maya Angebote unterbreitet, doch wurden diese allesamt von ihr abgelehnt. Geld war ihr nicht wichtig. Sie hatte einen Entschluss gefasst, Versprechen gegeben und diese würde sie nun einhalten. Hier hatte es für die Künstler nichts zu gewinnen gegeben und das, obwohl die Klicks der Videos des Konzerts in den sozialen Medien förmlich explodierten. „Was wird mein Vater sagen? Scheiße! Alles ist noch schlimmer geworden", fragte Maya Hevi, während sie neben Baz auf dem Beifahrersitz saß. Die Freundin gähnte und bedeckte mit ihrer Rechten den Mund. „Du bist eine Superwoman! Die Jones hatte recht. Früher oder später wäre das so oder so passiert. Es liegt einfach in der Natur der ...
... Sache." „Was ist passiert?", fragte der Bruder. „Was ist mit der Jones?" „Ach nichts weiter. Ich hab mit Maya neben ihr auf der Bühne gestanden und den ersten Song mit ihr performt." Baz sah entgeistert zu Maya rüber. „Was ist passiert? Die spinnt doch, Türmchen." Maya schüttelte ihren Kopf. „Mein Dad wird ausrasten. Verdammt! Ich hätte nicht auf die Bühne gehen dürfen." „Na klar, man sagt ja auch mal eben zu einem Weltstar nein." Hevi gähnte schon wieder. „Mann, bin ich fertig. Ich mag die Jones ja, aber quatschen tut die ohne Punkt und Komma." „Ihr habt mit ihr gesprochen?", fragte Baz weiter. Hevi streckte sich jetzt. „Ja, sie hat uns zu sich nach London eingeladen. Wir können bei ihr wohnen, wenn sie Saisonpause hat. Sie will auch heute zu Nadja ins Geschäft. Sie wollte unbedingt wissen, woher Maya ihre Klamotten hat." „Beschwer dich noch mal, Türmchen. Das ist einfach nur der Hammer!" Baz verstand die Welt nicht mehr. „Schläfst du bei uns oder soll ich dich heim fahren?" „Lieber nach Hause. Ich muss meine Alten beruhigen, wenn die was davon spitz bekommen." Maya wurde speiübel bei dieser Vorstellung. Sie konnte die Ängste ihres Vaters nur allzu gut verstehen. Aber war das nicht wirklich ein Erlebnis fürs Leben gewesen? Sie hatte einen Weltstar kennenlernen dürfen. „Du kommst nach Hause?", fragte Falk erstaunt, als er seine Tochter zur Wohnungstür reinkommen sah. „Ich dachte, du schläfst bei Sascha." Maya gähnte. „Ich hab noch gar nicht geschlafen. ...