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Die Geschichte der Maya Klein 11
Datum: 02.07.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... fehlte. „Bist du noch dran?", fragte Nadja besorgt. „Ja. In meinem Kopf rotiert nur alles. Maya ist noch nicht volljährig, Nadja. Sie muss auf uns hören!" „So wie du in dem Alter auf deine Eltern gehört hast und von ihnen verstoßen wurdest? Gute Idee, das klappt sicher." Falk schloss seine Augen. „Wie sieht der Kompromiss aus?" „Sie bedient jetzt ihre Fans über Social Media. Alle paar Tage ein Post, ansonsten keine Interviews oder öffentlichen Auftritte. So kann sie selbst steuern, was von ihr bekannt wird und was nicht." Nadja grüßte einen Kunden, wechselte mit ihm ein paar Sätze, dann war sie wieder bei ihm. „Du findest Kompromisse, Falk! Fordern und Befehlen treibt sie erst recht in eine Richtung, die du nicht möchtest. Sie liebt dich. Sie wird dich und deine Meinung immer in ihre Entscheidungen mit einbeziehen. Wenn du sie lässt." Falk schloss seine Augen. Er war jetzt nicht in der Lage, seiner Frau zuzustimmen. Ja, sie hatte Recht. Im Grunde wusste er das alles selbst. Aber seine Tochter so zu sehen und ihr die volle Entscheidungsgewalt über ihr Leben zuzugestehen, fiel ihm schwer. Eine halbe Stunde brauchte er, um sich zu beruhigen. Dann ging er den Flur hinunter und klopfte an der Zimmertür seiner Tochter. „Komm rein!", hörte er ihre Stimme. Sie klang ernst und gefasst. Wahrscheinlich erwartete sie eine Fortsetzung ihres Konflikts. „Kann ich dir etwas vorschlagen?", fragte er Maya, trat vor das Bett und bat sie darum, ihm Platz zu ...
... machen. Sie nickte ihm zu. „Mach einen Social-Media-Kanal mit Hevi! Dann geht es nicht allein um dich. Und gib bitte keine Interviews! Das ist eine Bitte und ein Rat! Dann kannst du selbst bestimmen, was man über dich erfährt. Und Schatz! Keine Kraftakte mehr, welche über das Gezeigte hinausgehen." Maya nickte und streckte ihren Arm für ihn aus. „Helft ihr mir noch, wenn ich nicht weiter weiß?", fragte sie leise. „Immer dann, wenn du uns lässt. Das steht außer Frage", antwortete er und bettete seinen Kopf auf den Arm seiner Tochter. „Mach die Augen zu, Schatz! Du siehst müde aus." „Ich hab dich lieb, Paps. Danke! Sorry, es war einfach so schön in dem Moment." Er lächelte. „Wäre es nicht meine Tochter, die sich dort auf der Bühne gezeigt hätte, wäre ich doch genauso fasziniert davon gewesen. Du warst großartig. Nur ein wenig zu sehr nach meinem Geschmack." „Beeile dich! Du kannst die Frau doch nicht warten lassen", mahnte Falk. „Ich bin gleich soweit, entspann dich! Wenn sie vor uns im Laden ist, geht das klar. Sie wollte dort einkaufen und sich nicht noch mal mit mir treffen. Jeane hat nur gemeint, sie würde sich freuen, wenn ich mir die Zeit für sie nehme." „Du nimmst dir Zeit für sie?", staunte der Vater. Maya lächelte. „Sie mag mich halt. Wollte sogar mit mir und Hevi weitere Konzerte geben. Aber Hevis Schwangerschaft schließt das aus und ich muss weiter für den Abschluss lernen." „Sie wird dir Geld geboten haben, oder?", fragte Falk völlig ...