1. Die Geschichte der Maya Klein 11


    Datum: 02.07.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... verstört.
    
    Maya nickte. „Für jeden Auftritt viertausend Euro!" Sie lächelte. „Aber mir sind Familie und Freunde wichtiger. Und auch die Polizeischule." Sie bückte sich, stellte sich etwas seitlich, trat aus dem Bad heraus und blickte auf ihren Vater herunter. „Wollen wir?"
    
    Der Weg durch die Stadt verlief ähnlich wie sonst auch. Menschen wurden auf die Tochter aufmerksam, staunten, sahen zu ihr auf, blieben ein paar Schritte an ihrer Seite oder blickten ihr nach. Ein paar Kinder fragten nach einem Foto. Doch immer wieder gab es Stimmen wie „Maya" oder „Jeane Jones". Es hatte sich also in der Stadt schon herumgesprochen, was gestern während des Konzerts passiert war.
    
    Die Boutique war brechend voll. Nadja bediente die Kundschaft zusammen mit drei Verkäuferinnen und einem Verkäufer und spannte Mann und Tochter sofort als willkommene Verstärkung ein. So brachte Maya den Wartenden Kataloge, bot Kaffee und Kuchen an, während Falk an der Getränke-Lounge stand und die Getränke anrichtete.
    
    „Wann kommt die Jones denn?", fragte Falk seine Tochter.
    
    „Sie ist schon da, Dad", antwortete Maya vergnügt. „Mama hat ihr schon Hallo gesagt, aber darum gebeten, die Gäste bedienen zu dürfen, die vor ihr gekommen sind." „Was?" Der Vater reagierte völlig irritiert. „Wird sie nicht verärgert sein? Wo ist sie denn?"
    
    Maya deutete auf eine kleine zierliche Frau in Pullover und beiger Stoffhose. Sie sah völlig gewöhnlich aus und wirkte anders als die Frau, welche er auf Fotos und von ...
    ... Fernsehsendungen her gesehen hatte.
    
    „Und warum leistest du ihr nicht Gesellschaft?", fragte Falk bestürzt.
    
    „Na, weil ich Mama helfen muss. Sie bekommt keine Sonderbehandlung, meint Mutti, und Jeane feiert das. Komm! Ich stelle sie dir kurz vor, die Zeit nehmen wir uns."
    
    Falk stammelte eine unverständliche Antwort, als Maya seine Hand nahm und ihn hinter sich herzog.
    
    „Jeane? This is Falk, my father. Then you know my whole family."
    
    Die kleine Frau sah zu Falk auf, legte den Katalog beiseite, blickte irritiert zwischen Tochter und Vater hin und her, erhob sich und trat an die beiden heran.
    
    „It's a pleasure to meet you, Falk! You have a great daughter! It's not just her body that's great, but her whole personality."
    
    Maya musste für ihren Vater übersetzen, verstand er doch nur die Begrüßungsfloskel. Verlegen ließ er sich von der Sängerin auf seine Wangen küssen, dann dankte er artig. „Thank you!", antwortete er in holprigem Englisch.
    
    Die Tochter lachte, während er kurz mit seiner Rechten winkte, nicht so recht wusste, wohin mit sich und wieder zur Theke hinüberging.
    
    „He's not actually that shy", erklärte Maya ihrer berühmten Freundin. „He fights for me and has done everything he can to ensure that I have as normal a life as possible."
    
    Jeane lächelte und blickte zu ihrer riesigen neuen Freundin auf. „Your mum wouldn't be with him if he didn't have power. I've rarely seen such a powerful woman. Like the daughter."
    
    Maya sah sich zu Nadja um, die gerade von ...
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