1. Die Geschichte der Maya Klein 11


    Datum: 02.07.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... Normalerweise passiert nicht viel, aber wenn dann doch jemand ohnmächtig wird oder ein anderer Notfall passiert, nimmst du dir bitte eine Weste und hilfst den Kollegen, Maya. Okay?"
    
    „Super!" Sie schüttelte ihren Kopf. „Davon war nie die Rede gewesen."
    
    Marco lächelte. „Du machst das schon! Immerhin bist du jetzt hier und hast einen Haufen Spaß. Wie gesagt, normalerweise dürfte nichts passieren. Außerdem hat es hier Hevi leichter. Wird sie nicht gestoßen und gerempelt."
    
    In diesem Moment reagierte Maya verblüfft. Marco schien sich um die Freundin wirklich Gedanken gemacht zu haben.
    
    „Bis später, ihr beiden! Ich bring euch später wieder raus. Wenn etwas ist, wendet euch an Klausi, der ist hier der Chef."
    
    Ein Mann von der Feuerwehr nickte und hob vor Maya den Daumen. „Bist ‚ne krasse Braut! Schaust hübsch aus!"
    
    Maya lächelte gezwungen, dann wandte sie sich ab und nahm die riesige Konzerthalle in Augenschein. Sie war noch nie zuvor hier gewesen.
    
    Scheinwerfer warfen ihre Kegel auf die Bühne, wanderten durch den Saal, leuchteten zur Decke auf, wechselten ihre Farben, dann blitzten die Stroboskope. Nebel stieg auf, Musik dröhnte, dann trat die Vorband auf.
    
    Tausende Leute hoben ihre Arme, als eine Boygroup sang und ihre Tanzchoreografie aufführte. Hübsche muskulöse Männer mit ausgezeichneten Stimmen. Hevi zog an Mayas rechter Hand, als Zeichen, dass sie ihr etwas sagen wollte. So ging Maya in die Hocke, ließ sich ins Ohr flüstern und erfuhr, dass die Jungs ...
    ... Engländer waren und der Sänger Steven hieß. Wonder-Bros, hieß die Gruppe. „Sind süß, oder?", schwärmte Hevi, hob ihre Arme und tanzte im Takt. Maya unterdessen richtete sich wieder auf und sah sich die Männer auf der Bühne genauer an.
    
    Hatte der blonde Sänger wirklich Augenkontakt zu ihr? Zumindest schien es ihr so, aber wahrscheinlich bildete sie es sich nur ein. Dann aber richteten auch die anderen Bandmitglieder immer wieder ihre Blicke auf sie.
    
    Maya schloss die Augen und fühlte sich peinlich berührt. Das durfte doch nicht wahr sein! Sie stand hier als eine unter fünfzehntausend und die Sänger einer Boyband blickten von der Bühne aus zu ihr hinüber.
    
    Wieder zog Hevi an ihrer Hand. „Die gucken zu dir, oder?"
    
    Maya befürchtete es.
    
    „Nimm mich auf deine Schultern! Bitte Maya!" Die Freundin war voller Aufregung und zog an ihren Ärmeln.
    
    „Dann schau ich doch noch verkorkster aus. Hevi!"
    
    „Mach schon! Dann bin ich die Größte und nicht mehr du. Das wolltest du doch immer. Außerdem hat es doch Sascha vorgeschlagen."
    
    Maya lachte. „Du bist bekloppt." Sie griff ihrer Freundin vorsichtig unter die Achseln und hob sie mit spielerischer Leichtigkeit in die Höhe, während die Feuerwehrleute und Rettungssanitäter sie entgeistert ansahen. „Pass auf meine Haare auf!", mahnte sie.
    
    Hevi nahm vorsichtig Mayas Zopf zur Seite, dann wurde sie von der Freundin auf deren Schultern heruntergelassen. Es war so irre! Sie hatte vor Jahren schon einmal einen Moment auf Mayas Schultern ...
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