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Geschieden und Heiß
Datum: 09.07.2026, Kategorien: Reif
... Plus war. Von Frauen hatte ich allerdings immer noch die Nase voll. Außer ein paar One Night Stands war nichts gewesen und die Lust auf eine Beziehung verspürte ich keineswegs. Ich lebte ein angenehmes Leben, hatte einen guten Job, arbeitete von zuhause, was ich toll fand und legte gut Geld zur Seite. ****** Es war wohl ein Monat nach dem letzten Streit der Nachbarn, ein Wochenende, als es um die Mittagszeit an meiner Tür klopfte. Ich sperrte auf und siehe da, „Bärbel", also Frau Schneider stand da, die Haare offen, in einem schlabbrigen T-Shirt und in Jeans. Sie war fast nicht wiederzuerkennen, hatte sogar Lippenstift aufgelegt und ein dezentes Make-up. Sie sah richtig gut aus und ihre Figur wirkte überaus reizvoll, wenn man -- so wie ich -- weibliche Rundungen mag. „Ja bitte, Frau Schneider?" „Herr Hansen, entschuldigen Sie, dass ich störe, aber darf ich Sie um etwas bitten?" „Ja, gerne. Wo brennt´s denn?" „Mir ist das so unangenehm, aber ich hab mir einen neuen Fernseher gekauft und bring das mit den Programmen nicht hin. Ich wollte fragen, ob Sie mir da vielleicht helfen könnten?" „Na ja, ich bin zwar kein Fachmann, aber ich kann´s gerne versuchen!" Also marschierte ich in ihre Wohnung, die viel größer war als meine und sehr geschmackvoll eingerichtet, was sicher nicht auf Herrn Schneiders Mist gewachsen war. Sie zeigte mir das Ungetüm, mehr Kino als Fernseher und gab mir die Betriebsanleitung. Nach ein paar Versuchen hatte ich es ...
... verstanden und richtete das Ding so ein, wie sie das wollte. „Ach, Herr Hansen, ich bin Ihnen so dankbar. Wie kann ich mich denn revanchieren?" „Bitte, das war doch nichts. Fällt unter Nachbarschaftshilfe. Wirklich, kein Problem!" „Nichts da, das geht nicht. Was sagen Sie? Ich lade sie zum Abendessen ein, ich möchte sowieso wieder mal anständig kochen. Sie wissen ja, wenn man alleine ist...!" Ich nickte, auch weil ich nicht wusste, was ich sagen sollte. Ich hatte es längst aufgegeben, zu kochen. Wenn ich Hunger hatte, ging ich ´ne Kneipe oder bestellte mir was vom Chinesen oder Italiener. „Mögen sie Hähnchen?" „Ja, schon, aber...!" „Gut, abgemacht, heute um Sieben?", sie stockte, „das heißt, wenn Sie nichts anderes vorhaben. Wie unhöflich von mir!" Sie machte ein erschrockenes Gesicht, was ihr gut stand und ich grinste: „Ich hab nichts vor, mein Bier in der Kneipe kann ich auch ein anderes Mal trinken!" „Oder bei mir, ich besorge welches. Haben Sie eine Lieblingsmarke?" „Nein, nein, machen sie keine Umstände!" „Mach ich doch gerne!" Jetzt hatte ich den Salat. Eigentlich mochte ich solche Sachen gar nicht. Wir kannten uns kaum, hatten uns wahrscheinlich auch nichts zu sagen und würden verlegen herumschwafeln, bis es endlich Zeit war zu gehen, ohne sie zu beleidigen. Aber ablehnen konnte ich auch nicht, das wäre noch unhöflicher gewesen. „Wahrscheinlich fühlt sie sich einsam", dachte ich und fügte mich in mein Schicksal, besorgte Blumen und eine ...