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Neue Begegnung
Datum: 10.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... verharrte. Sie war errötet. Natürlich. Wie immer, wenn sie ertappt wurde in ihrer eigenen Wirkungslosigkeit - oder eben in der Wirkung, die sie nicht steuern konnte. Sie rief Google auf. Gab „Sebastian W.", Firmennamen, Standort ein. Scrollte. Nichts Sensationelles. Ein Interview auf einer Regionalplattform. Ein paar Pressemitteilungen. Dann fand sie einen älteren Artikel: Er hatte das Familienunternehmen vor zehn Jahren aus der Insolvenz übernommen. Mit gerade mal Anfang 30. Er musste jetzt doch schon über 40 sein. Sie klickte sich durch. Eine blonde gutaussehende Frau an seiner Seite auf den älteren Bildern. Das jüngste vier Jahre her. Kein Beziehungsstatus. Ein LinkedIn-Profil - sachlich, knapp. Kein Instagram. Auf Facebook ein altes Gruppenbild: Karneval, offensichtlich betrunken. Verena schmunzelte. Dann wurde sie ernst. Ein Serviceclub. Rotary. Natürlich. Maßgeschneidert. Und irgendwo in einem regionalen Adressverzeichnis stieß sie auf einen Eintrag: Sebastian W., wohnhaft in der Vulkaneifel. Bei Google-Maps: Ein Haus, ländlich, renoviert, mit einem Nebensatz zur Lage. Sie las ihn zweimal. Sie lehnte sich zurück. Sah auf den Monitor. Und wusste: Sie hatte ein Problem. Denn sie war schon mitten in ihrer Obsession. Der Rest des Arbeitstages verlief mechanisch. E-Mails, Rücksprachen, eine Präsentation für den Vertrieb. Ihre Gedanken wanderten immer wieder ab. Zu kleinen Details: Wie Sebastian W. seinen Stift zwischen Zeige- und Mittelfinger drehte. ...
... Wie er das Wort „Synergie" mit einem leichten Zynismus aussprach. Wie sein Blick sich auf ihre Lippen senkte, als sie - aus Versehen - einen freudschen Versprecher gemacht hatte. Sie hatte „erregen" gesagt statt „erwarten" und auch betont wie „erregen". Dann hatte sie leicht gestottert - ihr altes Problem - und sich sofort wieder gefangen. Er hatte geschmunzelt. Aber nicht über sie - sondern, als hätte er verstanden, was da mitschwang. Und es respektierte. Sie atmete tief durch. Nach Feierabend ging sie ins Fitnessstudio. Sie trug Leggings, ein dunkles, atmungsaktives Shirt, ihre Haare streng zum Pferdeschwanz gebunden. Sie powerte sich aus. Langhanteltraining. Ausdauer. Rumpfstabilität. Ihre Trainerin hätte sie gelobt. Verena schwieg. Aber in ihr tobte es. Zu Hause duschte sie lange. Zog ein schlichtes Shirt über, kein BH. Legte sich ins Bett. Und ließ los. Die Gedanken an ihn kamen sofort. Seine Stimme, seine Hände. Die Art, wie er sich bewegte. Wie er sie ansah, als würde er mehr sehen, als sie zeigen wollte. Ihre Finger wanderten über ihren Bauch, dann tiefer. Und während ihre Erregung wuchs, formte sich ein Name in ihrem Kopf. Nicht Herr W. Sebastian. Und das Zittern, als sie kam, fühlte sich nicht mehr fremd an. Verena - Kapitel 3: Kleine Schritte, große Wirkung Die Tage nach dem Meeting vergingen merkwürdig blass. Nichts schien sich verändert zu haben, und doch fühlte sich alles anders an. Verena ging ihrer Arbeit nach wie immer: ...