-
Neue Begegnung
Datum: 10.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... konzentriert, strukturiert, mit dem berühmten halben Schritt mehr als nötig. Aber innerlich war sie aufgewühlt, wachsam. Ihre Gedanken wanderten in Pausen, zwischen Mails, sogar in Meetings immer wieder zurück zu dem Augenblick, alser ihr die Hand gereicht hatte und ihr mit diesem kurzen, warmen Blick Anerkennung gezollt hatte - ohne Worte, aber unübersehbar. Sie bereitete das Meeting nach, erstellte Protokolle, führt die Ablage durch, kümmerte sich um das Follow-up. Alles wirkte wie Routine. Und doch öffnete sie seine Mail öfter als nötig. Las sie zwei- oder dreimal. Nicht wegen des Inhalts - der war sachlich, klar, höflich. Aber es war etwas in seinem Ton. In der Art, wie er ihre Ausführungen kommentierte. Wie er ihr „Dankeschön für die exzellente Vorbereitung, Frau K." schrieb. Später wurde daraus ein: „Danke, Verena. Beeindruckende Arbeit." Sie antwortete. Zuerst sachlich. Dann etwas wärmer. Dann ein bisschen zu schnell. Die Mails zwischen ihnen nahmen zu. Die Abstände dazwischen ab. Bald waren es nicht mehr nur sachliche Rückfragen zu Angeboten, sondern auch kleine Zwischenbemerkungen. „Sie scheinen ein gutes Gespür für Timing zu haben." - schrieb er. „Danke - ich arbeite dran, auch privat mehr aufs Timing zu achten." - schrieb sie zurück. Mit einem Smiley. Einem dezenten. Sie konnte es nachher selbst kaum glauben, dass sie es gesendet hatte. Sebastian erwähnte scheinbar beiläufig in einer Antwort: „Ihre letzte Bemerkung hat mich zum Schmunzeln gebracht ...
... - nicht schlecht für einen Dienstagspätnachmittag. Wie lange arbeiten Sie eigentlich so täglich?" Verena las den Satz dreimal. Herr Dietrich war bald nicht mehr in CC. Zuerst nur versehentlich. Dann konsequent. Verena spürte: Das war kein Fehler mehr. Es war ein stilles Einverständnis zwischen ihnen. Die Einladung In einem der nächsten Tage beschrieb Sebastian eine „komplexe Fragestellung" die ihm in den Sinn gekommen war, die er „gerne einmal im Detail mit Ihnen besprechen würde - vielleicht am besten direkt bei uns im Haus?" Verena runzelte die Stirn. Es ging um ein Thema, das nicht in ihren Verantwortungsbereich fällt. Und auch nicht in ihren Kalender. Sie erkannte: Es ist ein Vorwand. Elegant. Schmeichelhaft. Aber ein Affront gegen die Gepflogenheiten. Das wusste er. Und das wusste sie. Sie starrte lange auf die Mail, bevor sie antwortete. „Lassen Sie uns das machen. Später Nachmittag passt mir am besten." Sie klickte auf „Senden". Dann stand sie auf, ging ins Bad und sah sich im Spiegel an. Ihre Wangen waren rot. Ihre Brust hob und senkte sich. Sie lächelte - verstohlen. Und ein bisschen ängstlich. Teil 13: Der Besuch Verena überliess an diesem Tag nichts dem Zufall. Ihre dunkelblaue Hose sass perfekt, das beigefarbene Oberteil schmiegte sich sanft an ihre Figur. Dezentes Dekolleté, kein Reiz, der schrie. Aber wer hinsah, sah es: die feinen Stoffe, das zarte Make-up, der Duft, der kaum merklich nach Zimt und Vanille roch. Sogar die Unterwäsche ...