1. Neue Begegnung


    Datum: 10.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... bringst die Toleranz mit."
    
    Freitagabend.
    
    Verena hatte sich Mühe gegeben, aber es ist nichts gegen das, was Caro auffuhr. Schwarze Lederleggings, knapper Crop-Top, Smokey Eyes und die Art von Absatz, die Männer stöhnen und Frauen Augenrollen lässt. Sebastian begrüßte sie mit einem höflich-nervösen Lächeln.
    
    „Du bist also der berühmte Sebastian?" fragte Caro spitz.
    
    „Ich war mir nicht sicher, ob ich berühmt oder berüchtigt bin."
    
    „Kommt drauf an, wie du heute performst."
    
    Verena verdrehte die Augen. „Bitte benehmt euch. Wenigstens bis zum Abspann."
    
    Im Kino sass Verena zwischen den beiden, aber Nähe liess sich nicht verhindern. Caro lehnte sich in ihrer Lässigkeit demonstrativ zurück, kommentierte leise die Trailer - bis der Film begann. Im Halbdunkel legte Verena irgendwann ihre Hand auf Sebastians Oberschenkel. Er zog sie näher, küsste sie leicht. Dann länger.
    
    Verena spürte seine Erektion, wie sie sich in der Dunkelheit verlieren könnte - bis Sebastian sich abrupt löste. Caro hatte dezent zur Seite geschaut, doch das flaue Unbehagen in seinem Nacken war nicht zu übersehen.
    
    Nach dem Film lachte Verena auf dem Weg zur Bar. „Du hast geguckt, als wärst du mitten in einem Sozialexperiment."
    
    Sebastian lächelte. „Weil ich war. Ich wurde gleichzeitig geküsst und beobachtet."
    
    „Willkommen in meinem Leben."
    
    Caro grinste.
    
    In der Bar bestellten sie Cocktails. Dann noch einen. Und einen dritten. Die Gespräche wurden lauter, der Alkohol löste ...
    ... Zungen.
    
    „Also mal ehrlich, Basti", lallte Caro leicht. „Was liebst du an ihr? Ihre nerdige Excel-Obsession? Oder weil sie beim Orgasmus leise keucht wie 'ne Katze?"
    
    Verena schnappte nach Luft, prustete los. „Caro!"
    
    Sebastian hob die Augenbraue. „Ich plädiere auf charmantes Schweigen."
    
    „Weißt du", setzte Caro nach, „wenn du sie jemals sitzen lässt, ich hab ihre Playlist. Ich weiß, was sie bei Liebeskummer hört."
    
    „Ich dachte, die peinliche Teenie-Playlist sei gelöscht", murmelte Verena.
    
    „Wird nie gelöscht", grinste Caro. „Genau wie ich."
    
    Sebastian fuhr sie heim. Erst Caro, die sich mit einem schwankenden Knicks verabschiedete („Sie ist wirklich gut im Bett, wenn sie betrunken ist, nur so nebenbei") - dann Verena.
    
    „Zu dir oder zu mir?" fragte er.
    
    „Zu dir. Meine Wohnung ist weiter. Und ich... will nicht allein sein."
    
    Zuhause.
    
    Sie taumelte mehr als sie ging, lehnte sich an ihn im Flur, versuchte ihn zu küssen, nestelte an seinem Gürtel - aber er hielt sie sanft zurück.
    
    „Nicht so. Nicht heute."
    
    Sie nickte. Irgendwie erleichtert.
    
    Zehn Minuten später lag Verena im T-Shirt in seinem Bett, halb in eine Decke gewickelt.
    
    „Bin ich peinlich?" nuschelte sie.
    
    „Nur ein bisschen. Aber auf süße Art."
    
    „Ich mag dich sehr. Auch wenn du grad Papa spielst."
    
    „Dann benehm dich bitte nicht wie ein 17-jähriger Tequila-Shot."
    
    Am nächsten Morgen.
    
    Die Sonne war grell. Ihr Magen rebellierte. Verena schaffte es gerade so ins Bad, bevor ihr das Essen von Vorabend ...
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