-
Neue Begegnung
Datum: 10.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... früh, das Licht fahl und kühl. Draußen nur ein paar gedämpfte Geräusche - vielleicht ein Vogel, vielleicht der Wind in den Lärchen. Ich blinzele. Sebastian liegt neben mir, aber irgendwie... dichter als sonst. Seine Hand liegt auf meiner Hüfte, sein Oberschenkel schiebt sich über meinen. Ich bin noch halb im Traum, mein Körper schwer, mein Kopf leer. Dann spüre ich, wie seine Hand langsam wandert. Über meinen Bauch, unter mein Shirt, hinauf zu meiner Brust. Es ist kein grober Griff - eher ein Anspruch, der keine Worte braucht. Mein Atem geht flacher. Ich bewege mich nicht. Er stützt sich auf, beugt sich über mich. Unsere Augen treffen sich nicht. Er sieht auf meinen Körper, auf meine leicht gespreizten Beine, auf die weiche Haut unter dem Shirt, das ich nur aus Bequemlichkeit nicht ausgezogen hatte. Seine Lippen streifen meine Brust, seine Zunge fährt über die empfindliche Haut meiner Nippel. Ich schließe die Augen, aber nicht vor Lust. Sondern, weil ich mich frage, ob das gerade Nähe ist - oder ein Spiegelbild von etwas, das ich längst kenne. Ich fühle, wie er sich kniend über mich schiebt, sein Glied liegt auf meinen Brüsten. Er rutscht höher. Mein Körper reagiert, wie er es gelernt hat - ich öffne die Lippen, nehme ihn auf, so wie ich es schon so oft getan habe, als Sprache nicht reichte. Es ist nicht unangenehm. Es ist einfach... funktional. Wie ein Reflex. Er stöhnt leise, berührt mein Haar, hält meine Bewegungen sanft unter Kontrolle. Ich weiß, was ...
... er mag. Und ich gebe es ihm. Weil es einfacher ist, als ihn zu fragen, was er eigentlich fühlt. Oder was ich fühle. Als er kommt, schließt er die Augen, murmelt etwas Unverständliches. Ich schlucke, drehe mich weg, wische mir mit dem Handrücken den Mund. Er zieht mich an sich, sagt nichts. Und ich liege da. Mit seinem Arm um mich. Und frage mich, warum ich mich leerer fühle als vorher. Schaler Beigeschmack in der Stille Ich liege da. Er atmet ruhig hinter mir, eine Hand locker an meiner Taille. Vielleicht denkt er, ich sei eingeschlafen. Vielleicht hofft er es. Ich wünschte, ich wäre es wirklich. Mein Mund schmeckt noch nach seinem Sperma. Und obwohl ich mir eingeredet habe, dass es Nähe ist, fühlt es sich gerade so... leer an. Nicht eklig. Nicht falsch. Einfach... leer. Als hätte ich etwas weggegeben, um Stille zu bekommen. Ich habe nichts gesagt. Nicht „nein", nicht „warte", nicht „halt an". Ich habe ihn gewähren lassen, weil es einfacher war. Weil ich weiß, wie man gibt, bevor man fragt. Weil ich dachte, dass ich es vielleicht brauche. Aber brauche ich es? Oder denke ich nur, dass ich es verdient habe, wenn jemand mich will, auch ohne mich wirklich zu sehen? Ich bin keine Anfängerin. Kein naives Mädchen mehr. Ich weiß, was Lust ist, und ich weiß, was es heißt, sich selbst darin zu verlieren. Aber manchmal... ist es eben nur das: ein Sich-Verlieren. Nicht aus Leidenschaft, sondern aus Gewohnheit. Ich bin ihm nicht böse. Wirklich nicht. Er war ...