1. Neue Begegnung


    Datum: 10.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... diesem Kragen erzählst. Und du wirst wissen, ob er lügt. Du kennst ihn.
    
    Verena (21:20):
    
    Und wenn er nicht lügt?
    
    Caro (21:21):
    
    Dann kannst du wieder ruhig schlafen. Und wieder BJs verteilen, so viele du willst. 😉
    
    Verena (21:21):
    
    Du bist unmöglich.
    
    Caro (21:21):
    
    Und du bist zu wertvoll, um dich selbst zu verlieren.
    
    Die Wahrheit in fremden Nachrichten
    
    Die Tage zogen sich, aber Verena schwieg. Nicht aus Vertrauen. Sondern aus der Angst, zu hören, was sie nicht hören wollte.
    
    Sebastians lange Abende im Büro, die geschäftlichen Abendessen, die spontanen Übernachtungen in der Stadt - all das war für Verena bisher Teil seines Lebens, seines Anspruchs an sich selbst. Jetzt nicht mehr. Jetzt wurde jeder seiner Schritte zum Fragezeichen.
    
    Sie redete sich ein, dass es übertrieben sei. Dass man niemandem mit Verdacht begegnete, ohne Beweise. Aber ihr Bauch war unruhig. Und irgendwann war es nicht mehr zu ignorieren.
    
    Ein Abend wie jeder andere.
    
    Er kam spät. Legte seine Aktentasche wie immer neben den Sessel, küsste sie flüchtig auf die Stirn, entschuldigte sich für das Meeting, das ausgeufert sei. Die gleiche Stimme, die gleichen Worte wie immer. Aber in Verena zuckte es.
    
    Das Wasser rauschte gleichmäßig hinter der Badezimmertür. Verena sass am Rand des Bettes, das Handy in der Hand, ihre Finger zitterten kaum merklich. Sie hatte sich geschworen, so etwas nie zu tun. Nie heimlich in sein Telefon zu schauen. Vertrauen war für sie heilig - gerade ...
    ... nach allem, was sie hinter sich hatte.
    
    Aber seit diesem flüchtigen, fast zu albernen Satz von Susanne - „Dieser Lippenstift... Verena, küss deinen Mann bitte dort, wo ich ihn nicht bügeln muss!" - ging ihr ein leiser, zäher Zweifel nicht mehr aus dem Kopf.
    
    Sie tippte seinen Code ein. Natürlich kannte sie ihn. Natürlich hatte sie ihn nie benutzt - bis jetzt.
    
    Der Bildschirm entsperrte sich. Eine kurze Sekunde Atemstillstand. Dann öffnete sie die Nachrichten-App.
    
    Ein Chat ganz oben. "Nadine ✨"
    
    Verena fühlte, wie sich ihr Magen zusammenzog.
    
    Sie blätterte.
    
    Nadine (vor 2 Tagen, 23:06):
    
    „Bin noch ganz heiß von gestern. Wenn du vor dem Bumsen nicht so viel reden würdest, wärst du perfekt 😏"
    
    Sebastian:
    
    „Ich kann mich bessern. Beim nächsten Mal schweige ich und konzentriere mich auf deinen Geschmack."
    
    Ein Bild folgt. Dunkel, weichgezeichnet. Nadine, hell blondiert - nackt von der Schulter an - räkelt sich auf einem weißen Laken, ihre Lippen glänzen, leicht geöffnet. Die Andeutung eines Kusses. Ihre Hände stützen ihre großen Brüste. Die Pose wirkt billig.
    
    Verena hielt den Atem an. Scrollte weiter.
    
    Nadine (eine Woche zuvor):
    
    „Wenn deine Kleine nicht dauernd deinen Kalender im Blick hätte, könnten wir es öfter tun. Ich hab keine Lust auf Warterei, ich will dich einfach."
    
    Sebastian:
    
    „Sie zählt Tage. Du zählst Minuten. Du machst es mir schwer."
    
    Dazu ein weiteres Bild. Diesmal deutlicher. Nadine in Dessous, hockend auf einem Teppich, ihr ...
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