1. Neue Begegnung


    Datum: 10.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... Blick in die Kamera: herausfordernd, lasziv. Ihre Finger spreizen ihre Scham.
    
    Verena blinzelte. Es brannte hinter den Augen.
    
    Noch ein Bild. Noch ein Kommentar. Noch ein Stich.
    
    Nadine:
    
    „Sag ihr einfach, du musst länger im Büro bleiben. Ich halte dir den Stuhl warm. Und den Schoß. Ich brauche heute Deinen heißen Schwanz, Baby. Du wirst es nicht bereuen!"
    
    Das Rauschen der Dusche endete. Schritte. Klatschnasses Handtuch. Verena sprang auf, legte das Handy zurück auf den Nachttisch. Ihre Hände waren eiskalt. Ihr Gesicht unbeweglich.
    
    Sebastian betrat das Schlafzimmer, ein Handtuch um die Hüften geschlungen. „Willst du auch noch duschen? Ich mach dir danach einen Tee."
    
    Verena nickte. Wortlos. Mechanisch.
    
    Sie ging ins Bad, schloss die Tür. Nicht ab - aber sie lehnte sich schwer dagegen. Ihr Blick im Spiegel war leer. Blass. Sie sah aus wie jemand, der zu viel gesehen hat. Und nichts mehr sagen konnte.
    
    In ihrem Inneren tobte es.
    
    Die Lippenstiftspur war ein Warnsignal.
    
    Die unerfüllte Lust - ein Vorbote.
    
    Die Nachlässigkeit seiner Umarmungen - ein Echo dessen, was sie jetzt wusste.
    
    Sie schluckte. Aber nichts daran wurde leichter.
    
    Kapitel: Schatten auf der Rückbank
    
    Es war Caros Idee gewesen. Verena hätte sich das niemals alleine zugetraut. Vielleicht, weil sie noch immer gehofft hatte, dass alles ein Irrtum war. Dass Nadine nur ein übermotiviertes Bürohäschen war, das in ihrer eigenen Fantasie lebte. Oder dass der Chat ein schlechter ...
    ... Scherz gewesen war. Irgendetwas. Hauptsache nicht... das.
    
    Aber jetzt saßen sie da. In Caros Golf, dunkelblau, unauffällig. Die Lüftung surrte leise, draußen hing die Nacht wie ein zu dichter Vorhang über dem Parkplatz der Firma. Das Licht im Bürotrakt warf blasse Rechtecke auf den Asphalt.
    
    Caro hatte den Wagen ein paar Meter weiter geparkt und sie waren gemeinsam zum Parkplatz geschlichen. Verena zitterten die Finger, als sie ihr Handy in der Jackentasche vergrub. „Ich kann das nicht, Caro...", flüsterte sie.
    
    „Doch. Du musst es wissen. Sonst frisst es dich auf." Caros Stimme war entschlossen. Sie war nicht aufgebracht - sie war kalt. Zielgerichtet. Die Wut einer Freundin, die jemanden beschützen will.
    
    Und dann ging die Tür auf.
    
    Er. In seinem Mantel. Aktenmappe unter dem Arm. Hinter ihm Nadine. Lächelnd, ihr blondes Haar offen, die Hacken klackten auf dem Pflaster. Unter dem Mantel konnte man ihr Dekolleté erahnen. Ein bisschen zu tief fürs Business. Sie trug hohe Schuhe. Für ein „Meeting am Abend" ein bisschen zu hohe.
    
    Verena hielt den Atem an. „Billig!"
    
    Sie lachten. Nicht laut. Aber vertraut. Er hielt ihr die Beifahrertür auf, als wären sie auf dem Weg ins Theater. Nadine legte ihre Hand leicht auf seinen Arm, ehe sie einstieg. Zielsicher. Eingeübt.
    
    „Okay... das heißt noch nichts", murmelte Verena. Aber ihre Stimme hatte keinen Halt mehr.
    
    Caro sagte nichts. Ihre Augen klebten auf dem Wagen.
    
    Dann: Der Wagen fuhr nicht los. Er stand einfach da. Die ...
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