1. Neue Begegnung


    Datum: 10.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... war farblich abgestimmt - ein weiches Taubengrau mit Spitzenrand. Das konnte natürlich niemand sehen. Außer sie selbst. Sie strahlte innerlich.
    
    Sie trug flache Schuhe, wie immer. Aber selbst ihr Gang war anders. Aufrechter. Zielgerichteter.
    
    Eine Kollegin hob eine Braue, als Verena am Nachmittag zur Garderobe geht. „Was ist los? Du gehst schon?"
    
    „Privattermin", sagte Verena und errötete. Es klang nach Ausrede. Dabei stimmte es. Irgendwie.
    
    Im Auto passierte es fast: ein Beinahe-Auffahrunfall an der Ampel, weil sie vor sich hinträumte. Sie bremste im letzten Moment, ihr Herz schlug bis zum Hals. Sie schüttelte sich. „Reiß dich zusammen", murmelt sie. Dann fuhr sie weiter.
    
    Die Firma lag in einem neu errichteten Gewerbegebiet. Der Parkplatz war fast leer. Kein Wunder - es war kurz nach halb fünf. Ein paar Autos, ein gelber auffälliger Kleinwagen mit Sportfelgen. Ein schwarzer Wagen auf dem Geschäftsleitungsparkplatz. Ein großer Kombi, edel aber nicht „drüber". Typisch Mittelstand. Sie parkte auf dem Besucherparkplatz, gleich neben der Geschäftsleitung. Ihr Wagen stand schief, wie immer. Verenas Hände zitterten, als sie die Tür schloss.
    
    Sebastian empfing sie bereits am Eingang. Hemd, kein Sakko, keine Krawatte. Der Stoff seiner Kleidung wirkte teuer, aber zurückhaltend. Die Manschetten waren umgeschlagen, seine Haare unfrisiert. Er lächelte.
    
    „Frau K., schön, dass Sie es einrichten konnten."
    
    Sein Blick blieb einen Moment zu lange auf ihrem Gesicht. Dann fuhr ...
    ... er fort:
    
    „Ich hoffe, Sie haben gut hergefunden."
    
    Verena nickte, ihr Mund war trocken. „Ja, danke. Ging schnell."
    
    Auf dem Weg über eine Freitreppe nach oben öffnete sich eine Tür und eine junge Frau kam ihnen entgegen. Bluse, enge Jeans, hohe Schuhe. Platinblondes Haar, glatt geföhnt. Ihre Brüste waren größer als Verenas, ihr Make-up sass perfekt, ihre Nägel in makellosem French-Design. Eine dieser Frauen, die nie stotterten, nie stolperten, nie rot wurden. Sie trug einen Notizblock unter dem Arm.
    
    Verena scannte sie in Sekunden. Und spürte sofort: Konkurrenz. Nicht inhaltlich - sondern atmosphärisch. Die junge Frau - Nadine, wie sie gleich erfahren würde - warf ihr einen prüfenden Blick zu, dann einen kaum merklich abwertenden. Nicht feindlich. Aber abgrenzend.
    
    „Gute Heimfahrt, Nadine - wir sehen uns morgen", sagte Sebastian freundlich.
    
    „Bis morgen, Chef", erwiderte sie und lächelte ihn an - ein Hauch zu lange, ein Hauch zu persönlich. Dann verschwindet sie. Der Blick, den sie Verena zuwarf, als sie an ihr vorbeiging, war neutral höflich. Und voller Fragezeichen.
    
    Dann waren sie allein.
    
    Sie betraten einen Konferenzraum. Hell, nüchtern, funktional - aber angenehm. Auf dem Tisch stand eine Karaffe Wasser, zwei Gläser. Keine PowerPoint. Keine Präsentation. Nur zwei Stühle.
    
    „Ich dachte, wir machen's heute mal... einfach", sagt Sebastian und zog ihr einen Stuhl zurecht.
    
    Verena setzte sich. Aufrecht. Ihre Knie waren zu nah beieinander. Sie griff nach der ...
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