1. Ausraster (Teil 2 von 3)


    Datum: 11.07.2026, Kategorien: Schamsituation

    ... Gurte zu befreien, und zappelte ein wenig herum. Ein Erfolg war meinen Bemühungen allerdings nicht beschieden.
    
    Ob der Gast es bequem hatte? Nun ja. Abgesehen davon, dass ich gefesselt war und mich kaum mucksen konnte, war es auch nicht direkt unbequem. Die Gurte waren immerhin weicher als metallene Hand- und Fußschellen oder einschnürende Seile. Das tröstete mich allerdings nur wenig.
    
    Ich muss gestehen, dass ich nicht zum ersten Mal gefesselt worden war. Mein Ex-Freund hatte mich hin und wieder an Händen und Füßen ans Bett gebunden. Dabei befanden sich meine Hände allerdings nicht neben meinen Hüften, sondern über meinem Kopf, so dass ich wie ein großes X auf die Matratze gespannt war. Ich hatte es immer sehr genossen, ihm komplett ausgeliefert zu sein, völlig machtlos und außer Stande zu den folgenden Geschehnissen selber etwas beitragen zu können. Er hatte die Kontrolle, er konnte mit mir tun und lassen, was er wollte, und das hatte sich verdammt gut angefühlt.
    
    Ich muss weiterhin gestehen, dass sich gewisse Gefühle in diese Richtung irritierenderweise auch jetzt meiner bemächtigten. Sie wurden zwar durch das mächtige Gefühl der Scham überlagert, aber sie waren unleugbar vorhanden.
    
    Sarah und Max machten sich nun daran, mein Bett und mich aus dem Raum zu bugsieren.
    
    „Du wolltest noch Windeln mitnehmen“, erinnerte Max, und Sarah legte einen Stapel zu mir ins Bett. Dann ging es den Gang hinunter zurück zum Aufzug. Trotzdem es langsam Abend wurde, war dieser noch ...
    ... gut besucht. Die ganze Tour noch einmal zurück, dachte ich, das stehe ich nicht durch. Aber was blieb mir anderes übrig?
    
    Ein Ehepaar mittleren Alters stand neben meinem Bett im Aufzug. Neugierig gafften sie mich an, und ich konnte es ihnen nicht einmal verdenken. Eine junge Frau, in Windel und Strumpfhose, über und über mit Gurten ans Bett gefesselt – das ließ sich niemand entgehen.
    
    „Ist die gefährlich?“, erkundigte sich der Mann.
    
    „Und wie!“, sagte Max. „Das ist eine wahre Bestie.“
    
    „Ein Glück, dass Sie sie so gut festgeschnallt haben“, sagte die Frau.
    
    „Oh ja“, sagte Sarah, „sonst bestünde die unmittelbare Gefahr, dass sie Ihnen die Kehle durchbeißen würde.“
    
    Das Paar verstand die beißende Ironie der beiden nicht. „Furchtbar“, meinte die Frau, „passen Sie nur auf, dass sie Ihnen nicht entwischt!“
    
    „Da machen sie sich mal keine Sorgen“, antwortete Max, „sie bleibt rund um die Uhr festgeschnallt.“
    
    „Wie furchtbar, sie ist ja noch so jung.“
    
    Ich beschloss mitzuspielen. Völlig unvermittelt begann ich zu zappeln und an meinen Fesseln zu reißen, dazu stieß ich eine Art Löwengebrüll aus und zog Grimassen.
    
    „Oh Gott!“, rief die Frau und griff nach der Hand ihres Mannes. In diesem Moment öffneten sich die Türen des Aufzugs, und beide ergriffen augenblicklich die Flucht.
    
    Sarah und Max lachten sich fast tot. „Das macht ja richtig Spaß mit dir“, gluckste Max.
    
    Mir hingegen war nicht nach Lachen zumute. Ich wollte einfach nur nach Hause. Stattdessen wurde ich ...
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