1. Ausraster (Teil 2 von 3)


    Datum: 11.07.2026, Kategorien: Schamsituation

    ... wieder. „Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich das mal würde sagen müssen, aber … Ich befürchte, dass ich eine neue Windel benötige.“
    
    „Gleich“, sagte die Schwester gehetzt. „Ich komme gleich zu ihnen.“
    
    Nach einer weiteren Ewigkeit kehrte sie tatsächlich zurück. Sie schob einen Wagen vor sich her, auf dem sich allerhand Material befand, unter anderem ein Stapel Windeln. Völlig ungeniert griff sie mir zwischen die Beine und kniff in die Windel.
    
    „Oh, die ist aber wirklich voll“, meinte sie. „Mal hoch mit dem Hintern!“
    
    Sie zog mir die Strumpfhose ein Stück herunter, soweit es eben ging, denn die Gurte an meinen Oberschenkeln ließen diesbezüglich nicht viel zu. Dann löste sie die Klebestreifen der Windel.
    
    „Mir ist das alles so peinlich“, jammerte ich.
    
    „Es tut mir ja leid, aber ich kann Ihnen nicht mal ein Nachthemd geben“, sagte die Schwester. „Die Wäscherei ist komplett unterbesetzt. Kann ich mir wohl vorstellen, dass Ihnen das peinlich ist, nur so in Strumpfhose ...“ Sie beendete den Satz nicht. Stattdessen zog sie die Windel unter mir weg und stopfte sie in einen Müllsack, der an dem Wagen befestigt war. Dann machte sie sich daran, mich mit einem Einwegwaschlappen zwischen den Beinen zu säubern. Konnte man vor Scham sterben?
    
    Plötzlich ertönte ein lauter Alarmton, und diverse rote Lampen an den Wänden begannen zu blinken.
    
    „Oh, verdammt!“, rief die Schwester. „Ein C1-Alarm!“ Sie ließ die neue Windel, die sie mir gerade umlegen wollte, einfach ...
    ... fallen und rannte los.
    
    Der Alarm verstummte bald, und es wurde wieder gespenstisch ruhig.
    
    „Hallo?“, rief ich zaghaft. „Hallo?“
    
    Doch ich bekam keine Antwort.
    
    Ich hatte mir gar nicht vorstellen können, dass sich meine Situation noch verschlimmern konnte, aber nun lag ich unten herum komplett nackt da, mit heruntergezogener Strumpfhose und nach wie vor streng gefesselt. Ja, ich fand es unglaublich demütigend, gewindelt zu sein, aber entblößt zu sein, war tatsächlich noch schlimmer.
    
    Ich rechnete damit, dass die Nachtschwester umgehend zurückkehren würde, um mich zumindest wieder zu windeln, aber es geschah nichts. Außer dem Rauschen der Lüftungsanlagen war nichts zu hören.
    
    Eine Ewigkeit später hörte ich, dass sich Schritte näherten. Erleichtert atmete ich auf. Doch ich hatte mich zu früh gefreut. Anstelle der Nachtschwester erschienen zwei Kerle, die definitiv keine Pflegekräfte waren, sondern Patienten. Oder Insassen. Oder wie man sie auch bezeichnen wollte. Ein breitschulteriger Typ mit Schnurrbart, Bürstenschnitt und einem irgendwie brutal wirkenden Gesicht. Und ein schmalbrüstiger Hänfling mit Geheimratsecken und schütterem Haar.
    
    „Na sieh mal an“, sagte der Schnurrbart. „Was haben wir hier denn Hübsches?“
    
    Der Hänfling ließ ein schrilles, hohes Lachen ertönen. Es stellte sich heraus, dass er zu wesentlich mehr auch nicht in der Lage war, was Beiträge zur Konversation anging.
    
    Der Schnurrbart verfügte ebenfalls über keinen allzu großen Wortschatz, aber ...