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Besser Zuhören 05 - Dorfspaziergang
Datum: 12.07.2026, Kategorien: Widerwillen/Nichteinwilligung,
... Marktplatzes stehen. „Wie weit noch?", fragte sie. „Über den Dorfplatz und dann noch ein paar Minuten durch die Gassen ist der sicherste Weg. Da ist es auch nicht so hell erleuchtet wie dort.", flüsterte ich. „Das wäre mir lieber als der kürzeste Weg, denn der geht die ganze Zeit an der Hauptstraße entlang." Sandra nickt. „Wie fühlt es sich an?" Ich zitterte leicht, allerdings nicht vor Kälte. „Aufregend! Sehr aufregend. Erregend!", bebte meine Stimme leise. Ich hätte demütigend hinzufügen sollen, denn ich fühlte mich überrumpelt und vorgeführt. Sandra nickt und schaute sich um. Sie ließ ich los und atmete ganz tief durch. Dabei schloss sie die Augen und ich fragte mich, was sie vorhat. Ich öffnete gerade den Mund, um sie zu fragen, da zog sie sich ihr Kleid in einer schnellen Bewegung über den Kopf und warf es Steffi entgegen. Sie nahm meine Hand. „Los weiter, bevor ich es mir anders überlege!" Ihre Stimme zitterte noch heftiger als meine. Sie war aufgeregt, kein Zweifel. Sie zog mich über den Dorfplatz. Steffi folgte uns mit Sandras Kleid in der Hand. „Ihr seid beide verrückt!" rief sie uns lachend nach. Am anderen Ende des Dorfplatzes bogen wir in eine kleine ...
... Seitengasse. Der Umweg durch diese Gasse war gering, aber wenigstens war das Risiko erwischt zu werden geringer. Nach ein paar Minuten erreichten wir wieder die Straße, ohne dass uns jemand begegnet war. Sandra schaute sich um und sprang johlend und lachend auf der Straße auf und ab. Sie machte Hampelmänner und juchzte. „Ist das ein geiles Gefühl!" „Halt die Klappe, sonst sieht man uns noch!", rief ich ihr zu. „Muss das ausgerechnet vor diesem Wohnbunker sein?!" In unserem Dorf stand nur ein einziges großes Haus und Sandra tanzte ausgerechnet vor diesem Haus herum. Ich hatte es kaum ausgesprochen, da bog ein Auto um die Ecke des Hauses. Der Lichtkegel erfasste erst mich und bog dann weiter herum auf Sandra, die breitbeinig mitten auf der Fahrbahn stand. Das Auto hupte laut und der Fahrer, ein älterer Bauer, den ich schonmal auf dem Markt mit seinem Stand gesehen hatte, blaffte uns an. „Seid ihr verrückt geworden hier mitten auf der Straße zu stehen. Auch noch nackt! Was soll das?!", schrie er herum. Sandra bewegte sich nicht. Wie ein Reh stand sie im Lichtkegel des Autos. Hupen und schreien hatten keine Wirkung. Ihre helle Haut strahlte im Lichtkegel des Autos.