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Von der Wohngemeinschaft zur Bedarfsgemeinschaft
Datum: 24.07.2026, Kategorien: 1 auf 1,
Gemeinschaften Einen Monat lebte ich schon wegen eines neuen Arbeitsplatzes in einer Pension einer fremden Stadt und hatte endlich bei der Wohnraumsuche eine Altbauwohnung 3ZKB gefunden, die mir wegen hoher Decken, großer Fenster, Balkon gefiel, allerdings auch grenzwertig teuer war. Bei der Vereinbarung eines Besichtigungstermins sagte die Vermieterin, dass es noch einen weiteren Interessenten gäbe, der dazu käme. Der Mitbewerber entpuppte sich als etwa gleichaltriger Mann in der gleichen Situation wie ich, neuer Job, neuer Ort, wenig finanzieller Spielraum, er sah ganz gut aus und war nett, aber auch ein Konkurrent um die Wohnung. So schlichen wird nach der Begrüßung wortlos umeinander herum, als wir die Wohnung besichtigten. Die Vermieterin erkannte unsere Situation und schlug etwas Unkonventionelles vor: "Sie sind zwei junge Leute, die einander nicht kennen, fremd in der Stadt sind, aber beide die Wohnung haben wollen?" Wir nickten beide. "Haben Sie WG-Erfahrung?" Wir nickten wieder. "Dann bilden Sie doch eine Zweier-WG. Sie haben eine Wohnung, die Ihnen gefällt, jeder hat ein eigenes Zimmer und gemeinsamen Wohnbereich. Sie werden finaziell nicht überfordert und Sie haben wenigstens Gesellschaft mit ähnlichem Schicksal. Für mich ist angenehm, denn bei zwei Mietern sind das Ausfallrisiko kleiner, die soziale Kontrolle größer und außerdem habe ich den Eindruck, etwas Gutes zu tun. Was meinen Sie?" Mein Mitbewerber schaute mich an, wir musterten uns lange, bis er die ...
... Hand ausstreckte: "Mein Name ist Jonathan, ich freue mich auf die WG." Ich schlug ein. Jonathan entpuppte sich in den nächsten Wochen als freundlicher, umgänglicher Mensch, der seinen Teil der Hausarbeit wider meine Erwartung akkurat erledigte. Gelegentlich kochten und aßen wir gemeinsam, wobei er sich als talentierter Koch und angenehmer Gesprächspartner entpuppte, sodass mir unser Arrangement immer besser gefiel. Aber einen Mangel hatte dieses WG-Leben - Jonathan mastubierte laut stöhnend, was mich um den Schlaf brachte und wuschig machte. Am nächsten Morgen konfrontierte ich ihn in der Küche. "Guten Morgen. Jonathan, wir müssen etwas tun!" "Morgen. Ja, was denn?" "Du bist zu laut bei 'Fünf gegen Willi' und bringst mich um den Schlaf." Jonathan guckte verblüfft, schluckte, bekam etwas Farbe ins Gesicht und legte den Kopf schief: "Ja?" "Kannst Du vielleicht weniger stöhnen?" "Ich weiß nicht, ich denk nicht an andere oder generell bei 'Fünf gegen Willi' - was ist das überhaupt für ein Ausdruck?" "Du sollst aber denken. Zumindest an jene Person, wegen der du mit fünf Fingern an deinem Willi rubbelst." Jonathan wurde etwas dunkler. "Und du sollst mal überlegen, ob du nicht mit deinem Stöhnen auch andere wie mich wuschig machst. Was neben 'nicht schlafen können' eine weitere Kerbe ist." Jonathan versuchte zu widersprechen. "Aber ..." "Lass mich ausreden, denn ich habe gerade den Mut für einen Vorschlag. Wir sind eine Wohngemeinschaft, die funktioniert, können wir nicht auch ...