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Die biologische Uhr tickt!
Datum: 27.07.2026, Kategorien: Schwanger,
... dann im Kreißsaal lag und ich hilflos auf dem Flur warten mußte, da auch noch andere Frauen im Kreißsaal lagen, konnte ich mich auf nichts konzentrieren, lief wie ein aufgescheuchter Hahn zum Vergnügen der Schwestern herum und fragte alle paar Minuten, wie lange es noch dauern würde. Ich habe die ganze Station verrückt gemacht, aber das schien man dort gewohnt zu sein. Kurz vor der eigentlichen Geburt wurde ich gefragt, ob ich dabei sein wolle. Tapfer sagte ich JA, hatte aber ein sehr flaues Gefühl im Magen. Und das wurde nicht weniger, als ich Anne mit hochrotem Kopf in den letzten Wehen sah, ihre Hand hielt und sie MICH beruhigte! "Mir gehts gut! Gleich habe ich es überstanden!" Kurz darauf preßte sie den Kopf heraus und dann glitsche ein blutiger, weißlich verschmierter kleiner Körper in die Hände der Hebamme. Ein Wunder und ich mußte mich setzen. "Ein Mädchen." teilte man mir mit und zeigte sie mir, bevor sie gereinigt und erstversorgt wurde. Ich brauchte einen großen Schluck Wasser! Als man Anne das Baby dann auf den Bauch legte und sie sich strahlend unser Kind ansah, war aber alles schon wieder vergessen. Sie lachte, freute sich und griff nach meiner Hand. "Ist sie nicht schön?" fragte sie mich und ich nickte, obwohl ich an dem völlig verknautschten Gesicht nicht viel Schönes sehen konnte. Aber das konnte sich ja noch ändern. Am Nachmittag kamen die Freunde und gratulierten. "Oh, ist die süß! - niedlich! - ganz die Mutter! - nein, ganz der Vater! - sieh mal die ...
... Augen, die hat sie von Anne!" Wir Männer sahen uns nur kopfschüttelnd an, während die Frauen in höchsten Tönen schwärmten und stritten. "Wir holen uns mal ein Bier!" verabschiedeten Tom, Fiete und ich uns. Im Krankenzimmer war es ohnehin zu voll. "Puuuh! Tut das gut!" Prosteten wir uns zu und tranken das Bier auf ex. "Na, ist es schwer, Vater zu werden?" blödelte Tom, dem Sophie´s Entbindung noch bevor stand. "Ne, das war geil, hat aber nur Sekunden gedauert! Die kommende Zeit, DIE wird schwer!" grinste ich. "All die Tanten und Mütter, die irgendwelche Ähnlichkeiten suchen und sich über ihre angeblichen Entdeckungen streiten, das nervt!" "Aber du mußt zugeben, niedlich sieht deine Kleine doch aus, wenn auch noch verschrumpelt, wie eine alte Oma." meinte Fiete. "Bei unserem Sohn war das anfänglich auch nicht anders. Das gibt sich also." "Beruhigend zu wissen!" grinste ich schon wieder. "Mit dem Gesicht, würde sie nie einen Mann finden." Als das Bier leer war, und wir wieder zu Anne gingen, stritten sie immer noch über Ähnlichkeiten. Anne lag müde und erschöpft lächelnd daneben und ließ das Gerede tapfer über sich ergehen. Wenn es nicht ihr Kind gewesen wäre, sie hätte sich selber heftig an dieser Diskussion beteiligt. Mir wurde es aber zu viel und angesichts von Anne´s Erschöpfung schob ich die Diskussionsrunde aus dem Zimmer, um ihr Ruhe zu gönnen. Zu Hause bereitete ich mit Fritzi alles für Anne´s Rückkehr vor. Sie wußte, was wir brauchen würden und wo Anne alles ...