1. fast eine Katastrophe


    Datum: 29.07.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... mitgeteilt, dass er in Frankfurt gelandet ist und in etwa 2 Stunden zu Hause ist. Ich zittere vor Anspannung, vor Angst, vor Scham. Da ich keinen Hunger habe und gleich, wenn er da ist, beichten will, bereite ich ein paar Happen für meinen Schatz vor, stelle sie in den Kühlschrank und kann nicht anders, ich laufe in unserem Haus auf und ab.
    
    Es ist nur gut, dass die Mädchen bei meinen Eltern sind. Ich habe ihnen versprochen, dass wir sie spätestens übermorgen abholen. Gut das Ferien sind und die Mädchen keine außerschulischen Aktivitäten in der nächsten Woche haben.
    
    Und dann ist er da. Sein großer SUV kommt die Straße hoch, fährt auf seinen Stellplatz und Joe kommt ins Haus.
    
    Auch wenn ich mir vorgenommen habe, nicht zu weinen, breche ich bald zusammen, werfe ich in seine Arme und heule. Joe hält mich, drückt mich nach einigen Minuten, die mir wie Stunden vorkommen, von sich.
    
    "Ines, lass mich schnell nach oben. Ich ziehe mich um und dann können wir reden."
    
    15 Minuten später sitzt mein Mann neben mir auf dem Sessel, hat mir ein Glas Wein eingeschenkt, trinkt ein Schluck Bier aus seiner Flasche, sieht mich mit ziemlich starrem Gesicht an und sagt nur, deine Rede.
    
    Und ich beginne.
    
    "Schatz, ich habe ungeheuren Mist gemacht und habe dich betrogen. Für all die Schmerzen, all das, was ich dir, unserer Ehe und unserer Familie angetan habe, schäme ich mich so abgrundtief und bitte um deine Vergebung. Bitte höre mich an und rede dann mit mir. Lass mich bitte ...
    ... aussprechen, es fällt mir so unsagbar schwer, dir so viel Kummer zu machen, dich so behandelt zu haben, dich so enttäuscht zu haben. Es ist nicht zu entschuldigen und trotzdem bitte ich schon jetzt, verstoß mich nicht. Auch wenn es nicht so aussieht, ich liebe dich so sehr."
    
    Ich musste eine Schluck trinken, mir die Nase putzen und die Augen auswischen. Und dann beichtete ich alles, wirklich Alles. Mein Mann ging durch die Hölle, in der ich stand und brannte. Ich weis nicht, ob ich ihm verständlich machen konnte, warum und wie ich ihn betrogen hatte, seine Mimik ließ nichts erkennen.
    
    Als ich ihm sagte, dass ich dem älteren Herrn, der mich aus meiner Blase gerettet hat, für immer dankbar bin, gilt ein feines Lächeln über seine Lippen. Sein Blick verfinsterte sich, als ich ehrlich bekannte, dass ich ihn wohl auch intim betrogen hätte, wenn er nicht gewesen wäre, dass ich mit Rolf sehr wahrscheinlich Sex gehabt hätte. Er saß da, sah mich an und sagte.
    
    "Du hast wirklich nichts ausgelassen. Es ist dein Glück, noch mehr Lügen hätte ich nicht ertragen."
    
    Dann schwieg er und ich wurde immer nervöser, es machte mich verrückt. Diese Ungewissheit brachte mich um. Kurz bevor ich ausrastete, meinte er leise.
    
    "Ich bin müde. Der Flug und die Arbeit waren anstrengend. Ich gehe schlafen. Wir können morgen reden."
    
    Mit seiner Flasche in der Hand ging er in die Küche und als er von da die Treppe hoch ging, fragte er leise.
    
    "Kommst du?"
    
    Zitternd vor Aufregung fragte ich.
    
    "Darf ...
«12...456...11»