1. fast eine Katastrophe


    Datum: 29.07.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... ich?"
    
    "Es ist dein Platz. Aber nur, wenn du willst."
    
    Ihr glaubt nicht, wie schnell ich im Bad war, mich fertig machte und ins Bett huschte. Joe brauchte etwas länger und stieg wie immer ins Bett. Er trägt im Sommer nie mehr als eine kurze Schlafhose.
    
    "Darf ich dich küssen?"
    
    Ich hoffte und wurde nicht abgewiesen. Hoffnung keimte auf. Der Kuss war zwar nur verhältnismäßig kurz, aber nicht lieblos. Welch ein Glück. Ich lag noch länger wach und hoffte, hoffte auf seine Vergebung.
    
    Morgens wurde ich wach und lag an meinen Mann gekuschelt da. Er stieß mich nicht weg und tat so, als ob er noch schlief. Ich kenne ihn und ein heißes Glücksgefühl durchströmte mich. Er wird mir hoffentlich verzeihen und ich werde alles tun, was er verlangt. Leise strich ich ihm über den Körper, drückte meine Lippen an seine Brust und flüsterte.
    
    "Bitte verzeih mir meine Dummheit, meinen Egoismus."
    
    Ich stand auf, machte mich frisch und ging in die Küche und begann das Frühstück vorzubereiten. Der Kaffee war gekocht, die Brötchen aufgebacken, der Tisch gedeckt und das Rührei, das mein Mann so liebt, soweit vorbereitet, dass es gebraten werden kann.
    
    Immer noch ängstlich, nervös und fast zitternd ging ich hoch in unser Schlafzimmer. Der Blick auf den Wecker sagte mir, dass es eigentlich noch Zeit wäre und ich noch mal zu ihm ins Bett krabbeln könnte, aber so viel Mut hatte ich nicht. Ich wollte mein Glück nicht zu sehr auf die Probe stellen.
    
    "Schatz, Joe, das Frühstück ist ...
    ... fertig. Kommst du bitte mit mir frühstücken?"
    
    Auch wenn er so tat, als ob er erst jetzt aufwachte, wusste ich, dass er schon wach war, als ich aufstand und hoffte, dass er nicht zu sehr wütend war, nicht zu sehr gegrübelt hatte. Ja, ich hatte riesige Angst vor dem sicher folgenden Gespräch und dieses Gespräch würde folgen, das war so sicher, wie das Amen in der Kirche.
    
    Joe kam ein paar Minuten später in die Küche, nahm mich kurz, viel zu kurz in den Arm und begrüßte mich. Schnell das Rührei gebraten und ihn gefragt, ob er Speck gebraten haben wolle. Eigentlich mag Joe gebratenen Speck. Er verzichtete mir zu liebe darauf, weil ich den Geruch, den Bratengeruch nicht abkann, leichte Atemprobleme davon bekomme. Natürlich verzichtet er auch heute und meint nur lächelnd, dass er die letzte Tage im Speck gebadet hat. Das kann ich mir vorstellen. Ich kenne ja das Frühstück in dem Hotel in Dallas, in dem er immer absteigt, wenn er in der Konzernzentrale zu tun hat. Ich durfte ihn schon mal begleiten. Wir haben ein paar Urlaubstage dort und in New York verbracht und die Mädchen waren begeistert. Ich auch. Noch so ein Punkt in meinen Erinnerungen, die mir zeigen, was ich mit meinem Verhalten sehr gefährdet habe.
    
    Ich habe bis auf unsere Kaffeetassen alles aufgeräumt und auch wenn ich eigentlich weg laufen möchte, setze ich mich an den Tisch und sehe ihn an, greife über den Tisch und nehme seine Hand. Meine Finger streichen über seine Hand.
    
    "Ich mache Alles, Schatz, was du willst. ...
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