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Ein Herz und zwei Seelen -- Josefine Selma
Datum: 30.07.2026, Kategorien: Romantisch
... Duschen legte ich mich ins Bett, aber ich konnte nicht schlafen. Neun verschiedene Männer, neun verschiedene S. Hatte Zlatko recht? War ich wirklich die SGF, wie er es sagte? Mir kamen die Tränen. Was war nur aus mir geworden? Hätte ich mehr kämpfen müssen? Und warum ist mir das alles passiert? Er hatte mir alles genommen, ich hatte nichts mehr. Keine Familie, keine Freunde, keine Selbstachtung, ich hatte nicht mal mehr meinen Namen. Das fröhliche Mädchen Josefine, es war verschwunden. Aus ihr war die Hure Jaqueline geworden. Ich weinte und weinte, bis ich irgendwann einschlief." Wieder schnürt es uns die Kehle zu und wir müssen weinen. Mama und Sina halten uns und weinen mit uns. "Lass uns eine Pause machen!" sagt Papa schließlich. "Wenn ihr Lust habt, dann gehen wir eine Weile draußen spazieren, alle zusammen, dann kann dir nichts passieren. Okay?" Alle stimmen zu und wir gehen raus. Schweigend machen wir den Spaziergang. - Josefine? - - Ja, Selma? - - Dieser Zlatko, was er gemacht hat, es macht mich zornig. - - Ich weiß, ich spüre unseren Zorn. - - Ich will Gerechtigkeit für dich. Er muss für seine Taten bezahlen. - - Ich will das auch, aber er ist bewaffnet und gefährlich. Ich habe immer noch Angst vor ihm. - - Wir werden einen Weg finden. Und weißt du was? Deine, ich meine unsere Familie ist großartig, ebenso wie unsere Freundin. Ich liebe sie alle vier. - - Ich auch, Selma. Und dich liebe ich auch. - - Und schon wieder Rotz und ...
... Wasser, es ist wirklich schlimm mit uns beiden. Darf ich mal übernehmen? - - Ja, darfst du. - Ich bleibe stehen. "Ich will euch alle einmal ganz lange und ganz herzlich drücken. Später sag ich euch, warum ich das will. Darf ich das? Wer mag zuerst?" "Ich!" sagt Sina und schon liegen wir uns in den Armen. Danach folgen Mama, Papa und Timmi. Wir gehen weiter und Josefine übernimmt wieder. "Ich hab nicht nur schlimme Sachen erlebt," sagt sie, "deshalb will ich euch zwischendurch mal was Schönes erzählen. Naja, schön ist relativ, aber wesentlich schöner als die meisten anderen Sachen, die ich erlebt habe. Es ist die Geschichte von Christine und Robert. Es begann genau drei Wochen nach meinem ersten Tag als Sexarbeiterin. Kurz nach acht Uhr, es war noch hell, und ich stand noch nicht lange an meinem Platz. Da kam ein Mercedes SUV vorbei, am Steuer eine Frau und als Beifahrer ein Mann. Sie guckten zu mir und ich winkte kurz, aber sie fuhren vorbei. Ein paar Minuten später kamen sie wieder und hielten bei mir. Das Fenster ging runter und ich wollte gerade was sagen, da gab mir der Mann Geld und sagte: "Hier sind 200 Euro. Steig hinten ein und zieh dich aus!" Ich war etwas erstaunt, denn so eine Ansage hatte mir noch keiner gemacht. Aber ich nahm das Geld und tat, was er wollte. Während ich mich auszog, fuhren sie ins Gewerbegebiet und hielten da. Die Frau stieg aus und setzte sich zu mir nach hinten, der Mann drehte sich den Rückspiegel so, dass er mich sehen ...