1. Ein Herz und zwei Seelen -- Josefine Selma


    Datum: 30.07.2026, Kategorien: Romantisch

    ... auf. Wir stehen auf und verlassen die Kiste. Dann stehen wir auf der Straße. Wir atmen tief durch und machen uns auf den Weg, dahin, wo wir hergekommen sind. Ich wundere mich, dass wir auf diesen Schuhen laufen können. Offensichtlich kann die Frau das, ich könnte es nicht.
    
    "Was für ein Spacken!" höre ich uns sagen. Wir nehmen einen rechteckigen flachen Gegenstand aus der Tasche. Es leuchtet, ein buntes Bild ist zu sehen. Wir nehmen es in beide Hände und berühren es mehrmals hintereinander mit beiden Daumen. Zahlen und Buchstaben entstehen wie von Zauberhand. Sie sind mir nur zum Teil bekannt, ich weiß nicht, was es damit auf sich hat. Dann steckt sie das leuchtende Ding wieder in die Tasche.
    
    Am Wegesrand stehen noch viel mehr von diesen Kisten. Sie haben Räder unten drunter. Das muss es gewesen sein, was diese Kisten bewegt. Aber welche Kraft steckt dahinter? Ich weiß es nicht, noch nicht, aber ich werde es herausfinden. Dann kommt uns eine von diesen Kisten entgegen, vorne rechts und links sind zwei Lichter. Das müssen die Dinger gewesen sein, die den Weg erhellt haben. In was für einer wundersamen Welt bin ich jetzt? Ich hoffe, das es hier keinen Krieg gibt. Wir nähern uns wieder der Stelle, wo wir in die Kiste gestiegen sind. Eine andere Frau steht in der Nähe. Sie ist ähnlich gekleidet wie wir. Sie hat weiße Stiefel an die ihr fast bis zum Po gehen. Sie hat einen genauso kurzen Rock an und ihre Bluse ist wie unsere viel zu klein, um ihre Haut zu bedecken. "Hallo ...
    ... Chantal!" sagen wir, "Wie läuft es so? Wie viel musst du noch?"
    
    "Hallo Jacqueline," sagt die Angesprochene, "Zwei oder drei noch heute, dann ist Feierabend."
    
    "Ja für mich auch!" sagen wir. "Für immer und ewig!" flüstern wir kaum hörbar dazu.
    
    Ich bin alarmiert. Für immer und ewig? Was hat das zu bedeuten? Jetzt heißt es gut aufpassen, das könnte der Grund sein, warum Gott mich zu ihr geschickt hat.
    
    Ich sehe, wie wieder eines dieser Räderkisten uns nähert. Drinnen sitzt ein Mann. Er sieht zu uns rüber, aber er bewegt sich vorbei. Er hält bei Chantal. Sie reden miteinander, dann steigt Chantal in die Kiste und weg ist sie. Jacqueline, das muss meine Wirtin dann wohl sein. Ich höre, wie sie seufzt. Wir müssen nicht lange warten. Da kommt schon die nächste Kiste, viel größer als die anderen. Wie von Geisterhand öffnet sich die durchsichtige Scheibe und fährt nach unten und verschwindet in der Tür. Wieder mit Mann drin, was denn sonst?
    
    "Hallo Josefine," sagt der Mann, "hast du Zeit für mich?"
    
    Ich bin verwirrt. Jaqueline oder Josefine? Ich beschließe, dass Josefine sich besser anhört
    
    "Na klar," antwortet Josefine, "für dich doch immer, Johann!"
    
    "Na dann steig mal ein!" sagt Johann.
    
    Johann! Fast wie Johannes, mein Mann.
    
    Wir beiden steigen ein und Josefine gibt Johann einen Kuss. Ein richtig liebevoller Kuss. Ich kann fühlen, wie unsere Zungen miteinander spielen und es fühlt sich wirklich gut an. Sie scheinen sehr vertraut miteinander zu sein. Er riecht ...
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