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Ein Herz und zwei Seelen -- Josefine Selma
Datum: 30.07.2026, Kategorien: Romantisch
... Flasche mit Wachs. Ein Loch wurde gegraben, das wir mit großen Steinen sicherten. Mitten rein steckten wir die Flasche und füllten die Hohlräume mit Sand. Dann schütteten wir das Loch wieder zu und merkten uns genau, wo es ist. So können wir uns wiederfinden, wenn wir getrennt würden, dachten wir. Dann begannen wir mit dem Ritual, der Ablauf war genau beschrieben im Buch der Heilung. Am Ende würden unsere Seelen losgelöst von unseren Leibern auf die Reise gehen und einen neuen Leib finden. So war es auch bei Großmutter. Großmutters zweite Seele war um die 200 Jahre unterwegs, also wussten wir nicht, wie lange unsere Seelen unterwegs sein würden und ob wir uns jemals wiedersehen würden. Am Ende muss es wohl gelungen sein. Ich fühlte mich frei und als ob ich schwebe, bunte Lichter sah ich und ich fühlte Frieden, nichts als Frieden. Die Reise meiner Seele dauerte nur ein paar Augenblicke, dann war ich wieder in einem Leib. Josefines Leib. Das erste, was ich sah, waren ihre nackten Arme, die auf irgendeinem Kasten lehnten, in dem ein Mann saß. Es war ein Auto, wie ich inzwischen gelernt habe. Ich hörte, was Josefine mit dem Mann besprach und dann war ich entsetzt. Ich war im Leib einer Hübschlerin! Ich bin nie einer begegnet, aber ich weiß, was Hübschlerinnen machen und genau das war es, was Josefine machte. Ich hörte, wie sie und der Mann irgendwas von Oral redeten. Ich wusste nicht, was das bedeutet. Aber als wir dann im Auto des Mannes saßen und er seine Hose ...
... runterließ... ich war noch mehr entsetzt und ich habe mich geekelt. Ich konnte es kaum ertragen und war froh, als es vorbei war. Als wir endlich wieder an der frischen Luft waren, sagte Josefine "So ein Spacken!" und wir gingen wieder zurück dahin, wo wir ins Auto eingestiegen waren. Und dann kam Johann! Es war vollkommen anders, als wir zu ihm einstiegen. Inzwischen habe ich gelernt, dass es ein Wohnmobil ist. Es war irgendwie magisch, ich merkte sofort, dass Josefine tiefe Zuneigung für ihn empfand und es war eigenartig, ich fühlte dasselbe. Wir küssten uns und ich merkte sofort, dass so ein Kuss nur möglich ist, wenn man sich liebt. Wenig später passierte das, was Josefine "Liebemachen" nannte. Es war so wundervoll, so schön! Etwas so Schönes habe ich nicht mehr erlebt, seit Johannes von mir weggenommen wurde. Als die beiden Neunundsechzig sagten, wusste ich nicht, was das bedeutet. Und dann machte Josefine bei ihm das, was sie beim Spacken gemacht hat. Es war vollkommen anders, ich empfand überhaupt keinen Ekel, im Gegenteil, es war schön. Und noch viel schöner war das, was Johann bei uns da unten gemacht hat. Hätte ich damals schon gewusst, wie schön das ist, dann hätte ich Johannis das auch machen lassen. Später, als wir uns auf Johann gesetzt haben und noch mehr Liebe gemacht haben, da haben wir uns auch wieder geküsst. Und dann passierte etwas, was ich immer noch kaum glauben kann. Josefine und Johann sahen sich in die Augen. Weil ich dasselbe sehe wie Josefine, sah ...